Jan 05

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Lothar Seiwert:
Ausgetickt
Lieber selbstbestimmt als fremdgesteuert
Abschied vom Zeitmanagement
320 Seiten, ISBN: 978-3-424-20058-4
Ariston Verlag 2011

Mit Spannung hatte ich das neue Buch vom “Zeitmanagement-Papst” Lothar Seiwert erwartet, dessen Bücher mich seit Jahren begleiten. Ob es am gleichen Lebensalter liegt oder am Zeitgeist, dass seine Bücher stets auch auf meine Situation zutreffen? Mit fast 60 weiß ich endlich, was mir viele Jahre Stress bereitet hat: Mehr zu arbeiten und etwas anderes zu tun, als ich eigentlich wollte. Und dazu den Druck auszuhalten, den andere erzeugten.

Lothar Seiwert nimmt mit diesem Buch Abschied vom Zeitmanagement, wie er sagt, weil für ihn eine neue Ära begonnen hat. War das Zeitmanagement in den früheren Jahren falsch oder sind wir nur inzwischen darüber hinaus gewachsen? Auch nach meinen Erfahrungen gilt, was Lothar Seiwert formuliert: “Es gibt nichts, was mehr Stress auslöst, als am falschen Ort zur falschen Zeit mit den falschen Dingen beschäftigt zu sein.”

Heutzutage erlebe ich besonders deutlich, wie die “jungen Leute” - meist in den Vierzigern - immer noch meinen, es müsse alles sofort noch gestern gehen, ohne Halt und Atemholen. Und wer nicht richtig “tickt”, dem wird solange Druck gemacht, bis er funktioniert oder aber krank wird. Nicht umsonst tritt das “Burnout-Syndrom” heute verstärkt in der Generation der Vierzig- bis Fünfzigjährigen auf.

Lothar Seiwerts neues Buch begründet für mich nicht einen “Abschied vom Zeitmanagement”, sondern eine ganz neue Art, mit unserer eigenen Lebenszeit umzugehen. Statt nach den Anforderungen anderer in Bezug auf Zeit, Ort und Inhalt unserer Arbeit richten wir uns einfach nur nach unserer eigenen inneren Uhr und unserem eigenen Empfinden, was wir tun möchten.

Das ist natürlich nicht auf jeden beliebigen Arbeitnehmer übertragbar, nicht jeder kann sich ohne Weiteres aus den Fesseln der Fremdbestimmtheit befreien. Und doch ist das die Lösung dafür, das eigene Lebensglück zu finden und trotz hoher Belastungen kreativ zu arbeiten und ein erfülltes Leben zu führen.

Ich habe mich gefreut, Lothar Seiwert in diesem Buch einmal etwas besser kennenzulernen. Was andere kritisieren, habe ich beim Lesen als besonderen Vorzug empfunden: Der Autor erzählt viel von sich und aus seinem Leben, oft anekdotenhaft und stets unterhaltsam. Und so erfahren wir auch, wie und warum er diesen Weg zum Zeitmanagement-Papst und nun zur Abkehr von seinen eigenen Zeitmanagement-Praxen gegangen ist.

Dieses Buch ist nun keineswegs nur ein Buch für die ältere Generation, die sich nicht nur vom Zeitmanagement, sondern auch weitgehend vom üblichen Berufsleben verabschiedet. Gerade jüngere Leser werden von diesem Buch profitieren: Denn man kann einen ungeliebten Job aufgeben, sogar eine Professur, wie der Autor das getan hat. Man kann eine ungeliebte Arbeit ablehnen oder sie so verändern, dass sie wieder Freude macht und keinen Stress.

Und man kann so mit seiner Zeit umgehen, dass jeder Tag ein sinnvoller Tag ist, denn jeder Tag könnte der letzte sein. Man kann sich frei machen von den Erwartungen und Ansprüchen anderer und auf seine eigene innere Stimme hören. Dann wird man auch die Lebensaufgabe finden, die man schon immer gesucht hat, und man wird im eigenen inneren Rhythmus ticken, um sich wirklich wohl zu fühlen.

Leben und Arbeit sind dann keine getrennten Bereiche mehr, man beginnt nicht mehr am Montag auf das Wochenende und im Januar auf den Sommerurlaub zu warten. So kann man sein Leben selbst in die Hand nehmen und eigene Prioritäten setzen. Auf diese Weise wird aus dem Zeitmanagement ein ganzheitliches Lebensmanagement!

Danke, Lothar Seiwert, für dieses inspirierende Buch!

Dr. Beate Forsbach

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Jan 03

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Simone Langendörfer
Self-Fulfilling Management
Große Lust auf ganz viel Glück
225 Seiten - ISBN 978-3-8391-7358-9
Books on Demand 2010

Das könnte ein guter Vorsatz für das neue Jahr sein:

“Werden Sie zum Manager Ihres eigenen Glücks”

Simone Langendörfer, Erfolgscoach und Glücksforscherin, macht mit ihrem Buch jedem Leser Mut, sein Glück selber zu suchen und zu finden. Wenn man bereit dafür ist, bekommt man Zufriedenheit und Glück sein ganzes Leben lang.

Mit ihrer innovativen Managementform “Self-Fulfilling-Management” möchte die Autorin uns auf den Weg zum dauerhaften Glück und Lebenserfolg bringen. Ihr Buch enthält wichtige Ergebnisse der aktuellen Glücksforschung, in unterhaltsamer Form aufbereitet.

Man merkt, dass die Autorin eine wirkliche “Glücksbotschafterin” ist - ihre Leidenschaft gilt dem Glück, das sie jedem Einzelnen von uns ermöglichen will. Denn den Weg zum persönlichen Glück kann man nur selber finden. Das Buch ist ein guter Wegweiser und leitet uns wie ein Navigationssystem zu unserem Ziel, dem Glück unseres Lebens.

Wie aber wird man Lebenskünstler? Wir erfahren, warum wir nicht einfach glücklich sein können, aber uns immer nach dauerhaftem Glück sehnen. Simone Langendörfer zeigt auf, dass wir oft selber unser größter “Glückskiller” sind und zeigt uns Wege, wie wir das ändern können.

Das Buch ist gut lesbar, in klarer einfacher Sprache geschrieben und in viele kurze Abschnitte untergliedert. So kann man es immer wieder einmal zur Hand nehmen und vom Inhalt profitieren.

Wer das aber mit dem Buch alleine nicht schafft, sein Glück zu finden,  kann auch ein Coaching bei der Autorin buchen oder einen Vortrag, ein Seminar oder einen Workshop bei ihre besuchen. Nähere Informationen finden Sie auf der Website der Autorin.

Dr. Beate Forsbach

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Dez 05

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Claudia Czellnik:
Das Fehmarn Kochbuch
Eeten und Drinken holt Liev und Seel tosam
195 Seiten, ISBN 978-3860374696
Edition Limosa 2011

Über ein Jahr lang sind wir nun schon Neu-Fehmaraner - und seit über 34 Jahren bin ich Insel-Fan.  Erst jetzt fange ich so allmählich an, mich für die typischen Gerichte der Insel zu interessieren. Na ja, Scholle, Dorsch und andere Fischgerichte kannten wir schon lange, auch Grünkohl, Kröpel und Pfeffernüsse.

Nun aber ist das Fehmarn-Kochbuch erschienen und es ist, als ob wir nur darauf gewartet hätten. Denn vor über einem Jahr lernte ich Claudia Czellnik kennen, gerade als sie das tolle Fehmarnbuch  herausgegeben hatte. Ich bekam es sogar mit einem Autogramm und habe es seitdem sehr häufig verschenkt - an unsere Freunde, die wissen wollten, wo wir denn nun unseren Heimathafen gefunden hätten.

Das Fehmarn-Kochbuch ist für mich eine Fundgrube, nicht nur an Rezepten, auch an Geschichten, Anekdoten und wundervollen Fotos. Sogar ein neues Fehmarn-Lied ist abgedruckt. Und heute habe ich das erste Rezept ausprobiert: Fehmarnschen Sauerbraten. Natürlich hatte ich nicht gedacht, dass der Sauerbraten hier auf der Insel so ganz anders zubereitet würde als im Rheinland oder in Franken, wo wir zuletzt gelebt haben. Aber das Rezept half mir als “Eigentlich-Nicht-Köchin”, aus dem beim Metzger erworbenen eingelegten Fleisch ein leckeres Gericht zuzubereiten.

Beim Blättern im Fehmarn-Kochbuch bekommt man Lust, dies oder das auszuprobieren - oder es im Lokal zu bestellen. Denn auch einige der bekannten Restaurantküchen auf Fehmarn habe ihre Rezepte beigesteuert, so wie viele andere Fehmaraner. Das macht das Kochbuch so sympathisch - ich fand sogar ein Rezept und ein Bild unseres Fleischers und unserer Fleischverkäuferin in Landkirchen! Und ich fand viele Bilder, die mir das Gefühl gaben, das kenne ich, hier bin ich zu Hause.

Die Rezepte sind so vielfältig und verlockend dargestellt, dass ich bestimmt einige von ihnen ausprobieren werde.

Und weil Essen und Trinken Leib und Seele zusammen halten, wie der Untertitel des Kochbuches verspricht, werde ich das schön bebilderte Buch sicherlich auch meinen Freundinnen vom Festland schenken.

Dr. Beate Forsbach

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Dez 03

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Lothar Seiwert
Thorsten Jekel, Christoph Dirkes:
Zeitmanagement mit dem iPad
152 Seiten, ISBN: 978-3-517-08755-9
Südwest Verlag 2011

Als ich zum ersten Male ein iPad in der Hand hielt, wusste ich sofort, dass ich auch so ein kleines Wunderwerk der Technik besitzen wollte. Während der erste Eindruck an ein tolles Spielzeug erinnerte, merkte ich mehr und mehr, wie nützlich mir das iPad im Alltag sein kann.

Wie schön, dass Lothar Seiwert nun auch - gemeinsam mit Thorsten Jekel und Christoph Dirkes - ein Buch zum Zeitmanagement mit dem iPad geschrieben hat! Für alle Leser, die seine Bücher noch nicht kennen, fasst er im ersten Kapitel das „kleine Einmaleins des Zeitmanagements“ klar und übersichtlich zusammen. Im zweiten Kapitel erfährt der Leser „Grundlegendes zum Zeitmanagement mit dem iPad“. Hier gefallen mir ganz besonders die Abschnitte, in denen erläutert wird, warum das iPad so besonders gut für das Zeitmanagement geeignet ist, was es vom Notebook unterscheidet und was man grundsätzlich beim Zeitmanagement mit elektronischen Tools zu beachten hat. Davon können sowohl Apple- als auch Windows-Nutzer gleichermaßen profitieren. Das Zusammenspiel mit Outlook, Exchange, MobileMe und der neuen iCloud wird verständlich erläutert.

In den nächsten vier systematisch aufgebauten Kapiteln erfährt man alles über die Organisation seiner Termine, seiner Aufgaben und Prioritäten, seiner persönlichen Notizen und seiner Kontakte. Zunächst werden die Möglichkeiten der „Bordmittel“ des iPad dargestellt, dann weitere hilfreiche Apps. Die Erläuterungen sind kurz und klar, sie werden durch viele hilfreiche Abbildungen veranschaulicht. Man kann alles sofort am iPad ausprobieren.

Im siebenten Kapitel stellt Seiwert nun seine eigene Kreation iTempus vor. iTempus ist die elektronische Variante des bewährten und weit verbreiteten tempus-Zeitplanbuches. In dieser Anwendung kann man gleichermaßen seine Termine, Aufgaben, Prioritäten, Notizen und Kontakte übersichtlich organisieren. Auf der zugehörigen Internetseite finden sich alle im Buch beschriebenen Videoanleitungen und Dateien.

Ausgesprochen informativ ist der letzte Teil des Buches, in dem die besten Zeitmanagement-Apps in acht Kategorien vorgestellt werden: Dateimanagement, Think Tanks, PDF-Management, News & Information, Social Media, Präsentationen, Finanzen und Webbrowser. Jede App wird mit ein oder zwei Screenshots auf einer Doppelseite dargestellt. Man erfährt etwas zum Pro und Contra, zum Design, zu Bedienung und Handling sowie zu Funktionen und Features.

Die Gestaltung des Buches ist sehr ansprechend: In Form eines iPads mit abgerundeten Ecken, festeres Papier, durchgehend vierfarbig gestaltete Seiten mit teilweise originellen Grafiken und hilfreichen Anwendungsfotos, gut gegliederte Texte mit vielen Überschriften. Dem südwest-Verlag ist mit diesem handlichen Buch passend zum neuen Medium iPad eine innovative Buchgestaltung gelungen.

Dr. Beate Forsbach

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Okt 22

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Clemens Kuby:
mental healing
Das Geheimnis der Selbstheilung
384 Seiten, ISBN: 978-3-466-34535-9
Kösel Verlag 2010

Wer schon einmal wegen einer Erkrankung in das engmaschige Netz von Hausarzt, Fachärzten, Therapeuten, Krankenhäusern und Apotheken geraten ist, weiß, dass man sich da leicht verfangen kann. Besonders ältere Privatpatienten sind in unserem Gesundheitssystem dankbare „Opfer“ für die Ärzte. Die diagnostizieren Krankheiten, verschreiben Behandlungen und Medikamente, weisen ins Krankenhaus ein - und manchmal heilen sie nicht, sondern verschlimmern die Situation des Patienten.

Daher sind die Bücher von Clemens Kuby und seine Entdeckungen der Möglichkeiten einer Selbstheilung so wichtig, denn sie können kranken Menschen wieder neue Perspektiven und die Hoffnung auf Heilung geben. Nach dem 2005 geschriebenen Buch „Heilung – das Wunder in uns“ und dem „Selbstheilungs-Navigator“ (2007) als praktische Hilfe bei der Selbstheilung ist nun das Buch „Mental Healing“ erschienen, in dem Clemens Kuby das „Geheimnis der Selbstheilung“ lüftet.

Ich las es, als ich wieder einmal das Scheitern einer Therapie erlebt hatte, die zunächst zu helfen schien. Aber eine Heilung von außen scheint nicht möglich zu sein, weil immer nur die Symptome behandelt werden. Nur der Patient selber kann sich helfen, nur er kann die Ursachen seiner Krankheit finden. Das ist in dem neuen Buch von Clemens Kuby sehr eindrucksvoll und informativ dargestellt worden. Jede Krankheit deutet darauf, dass man etwas in seinem Leben verändern muss, um gesund zu werden. Jedes Symptom der Krankheit ist ein Zeichen der Seele und deutet auf ungelöste Konflikte und Altlasten des Lebens.

„Stress ist der Urgrund aller Krankheit. Die Seele zeigt uns den Weg, ihn zu harmonisieren“ schreibt Kuby. Durch Perspektivenwechsel kann man zu einer neuen Sichtweise kommen, Phänomene anders bewerten und somit Glück, Liebe, Harmonie, Stressfreiheit und alles, was sonst noch gesund macht, produzieren - auch rückwirkend. Und das macht wirklich Mut, die eigene Heilung zumindest zu versuchen.

Clemens Kuby schreibt spannend und sehr anschaulich und entfaltet in seinem Buch eine ebenso großartige wie systematische Darstellung seiner Heilmethode. Damit hat er sich nicht nur von einer Querschnittslähmung geheilt, sondern inzwischen vielen Menschen in seinen Seminaren und durch seine Bücher geholfen. Da ich selber seit der ersten Lektüre von „Heilung - das Wunder in uns“ vor vier Jahren immer mehr darauf achte, wie man ohne Pillen und Spritzen gesund werden kann, war mir beim Lesen dieses Buches vieles schon bekannt. Umso mehr begeisterten mich die Darstellung seiner philosophischen Position, die Auseinandersetzung mit dem deutschen Gesundheitssystem und der Anleitung zur Entwicklung eigener Kompetenz in Bezug auf die Gesundheit.

Clemens Kuby ist umstritten, seine Auffassungen werden von Schulmedizinern heftig bekämpft. Zu viele Menschen in Deutschland können sich einfach nicht vorstellen, warum Krankheiten entstehen, und dass man ohne Medikamente gesund werden kann. Aber Kuby hat auf seinen Reisen um die Welt in vielen Kulturen recherchiert, wie es dort zu Heilungen kommt. All das fließt ein in sein neues Buch, das auch für mich im Kapitel „Reinkarnation“ zunächst ein großes Umdenken erforderte.

Selten hat mich ein Buch über Gesundheit und Heilmethoden so fasziniert, selten sind meine Gedanken über mein Leben so aktiviert worden. Ich kann die Lektüre nur jedem empfehlen, selbst wenn er größte Zweifel an der Heilmethode hat. Wenn Sie schon einmal erfahren haben, dass Gesundheit mehr bedeutet, als es unser Verstand erfassen kann, sollten Sie das Buch unbedingt lesen. Ihr ganzes Leben könnte sich dadurch verändern!

Dr. Beate Forsbach

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