Aug 15

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Thomas Siedhoff:
Handbuch des Musicals
Die wichtigsten Titel von A bis Z
731 Seiten, ISBN 9783795701543
Schott Music 2007

Jeder Musiklehrer und Musikinteressierte kennt das Problem, sich rasch umfassend über ein Musical informieren zu müssen. Die meisten Bücher zum Thema Musical richten sich vor allem an den Musicalfan, der ab und zu eine Aufführung besucht. Das vorliegende Handbuch schließt eine Lücke in der deutschsprachigen Literatur. Nach einem Essay zur Frage „Was ist ein Musical?“ aus deutscher Sicht werden alle erdenklichen, bekannten und unbekannten Musicals von A bis Z, von „42nd Street“ und „The Act“ bis „Zwei Krawatten“ dargestellt.

Zu den einzelnen Musicals erfährt man die Namen der Komponisten, Autoren und Choreographen, die Daten zur Uraufführung, die Auflistung aller Musiknummern und natürlich eine ausführliche Inhaltsangabe. Es folgen Informationen zu Aufführung und Besetzung, ein ausführlicher Kommentar des Musical-Experten und Autors Thomas Siedhoff sowie weiterführende Literaturhinweise, dazu gibt es Fotos von den Aufführungen.

Der sehr informative Anhang enthält eine Chonologie der Musicalgeschichte, ein gut untergliedertes Literaturverzeichnis, Internetadressen und Verlage. Dann folgen Auflistungen, die für den Musikunterricht hilfreich sein können: Musicaltitel nach Themen- und Motivgruppen, Musicalgenres, Musicaltänze, ein umfangreiches Glossar und ein Werktitel- und Personenregister.

Die höchst informativen Texte sind verständlich und klar formuliert und richten sich eher an den Musikkenner als an den Laien. Dieses Buch stellt eine wahre Fundgrube für jeden Musiker und Musikinteressierten dar. Es ist meines Erachtens genauso zum Nachschlagen für den Musiklehrer wie für das selbständige Arbeiten der Schüler geeignet.
Sehr empfehlenswert für jede private und schulische Musikbibliothek!

Dr. Beate Forsbach

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Aug 13

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Rudolf-Dieter Kraemer:
Intervalle: Übungen und Spiele
Arbeitsblätter für Schule und Musikschule
64 Seiten, ISBN 9783896395023
Wißner Verlag 2005

Musiktheorie ist im Musikunterricht noch nie besonders beliebt gewesen, und nicht wenige Erwachsene denken voller Schrecken an die Musikstunden, in denen Intervalle gepaukt wurden. Denn es schien, als hätte das gar nichts mit praktischer Musik zu tun, sondern diene als „trockener“ Unterrichtsstoff und als einfach zu beurteilender Test zur Notengebung.

In seinem Arbeitsbuch „Intervalle: Übungen und Spiele“ weist der Musikpädagoge Rudolf-Dieter Kraemer gleich auf mehrere Situationen hin, in denen Intervallkenntnisse von Nutzen sein können: Als auditive und visuelle Muster, um Motive oder Melodien erfassen zu können, für die Analyse, das Hörtraining und nicht zuletzt für das Singen vom Blatt und das instrumentale Musizieren. Die Ziele sind dementsprechend: Intervallbezeichnungen kennen, Intervalle erkennen und benennen, Intervalle hören und schreiben, Intervalle singen und spielen.

Wer ein langweiliges, theoretisches Buch erwartet hat, wird bereits beim ersten Durchblättern enttäuscht: Eine solche Fülle von abwechslungsreichen, interessant und motivierend gestalteten Arbeitsblättern habe ich selten gesehen. Da gibt es grafisch interessant gestaltete Spiele, die zur sofortigen Bearbeitung reizen, Karten- und Würfelspiele, Domino, Labyrinthe und vieles mehr. Der Schwierigkeitsgrad der Aufgaben ist jeweils gekennzeichnet, die Aufgaben eignen sich für Anfänger ohne Vorkenntnisse, Schüler ab dem 3. Schuljahr bis zum Musikstudenten und musikinteressierten Erwachsenen.

Im Musikunterricht der Sekundarstufen lassen sich die Arbeitsblätter hervorragend für die selbständige Arbeit der Schüler einsetzen. Alle Lösungen sind im Anhang enthalten. Nicht zuletzt können die Aufgabenformen auch als Anregung für Lehrer dienen, die selber Materialien für die Frei- und Wochenplanarbeit erstellen wollen.

Sehr empfehlenswert für jeden Musiklehrer in Schule und Musikschule!

Dr. Beate Forsbach

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Aug 12

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Claudia Nentwich:
Liederfänger
Wege zum Songwriter
205 Seiten, ISBN 9783833465086
Books on Demand 2007

Wer schon einmal selbst oder mit Schülern im Unterricht Lieder schreiben wollte, kennt die Frage, wie das denn wohl geht. Muss man sich erst Informationen aus verschiedensten Quellen zusammensuchen, oder legt man einfach los mit dem Texten und Komponieren?

Claudia Nentwich betreibt seit 1999 das Songwriting Forum Berlin (http://www.songwritingforum.de), auf dem man auch für den Unterricht viele nützliche Informationen zum Liedermachen finden kann. Sie schreibt selbst Songs und arbeitet als Songwriting- und Gesangscoach. Mit ihrem Buch „Liederfänger – Wege zum Sonwriter“ hat sie eine Lücke in der deutschsprachigen Literatur geschlossen. Es enthält Interviews mit zehn Songwritern, und dabei erfährt man nicht nur viel Interessantes über diese Künstler, sondern auch über das Songwriting an sich. Dabei laufen die Interviews nicht nach einem einheitlichen Schema ab, sondern sind ganz auf den jeweiligen Liedermacher zugeschnitten.

Das Buch ist lebendig und unterhaltsam geschrieben, aber auch informativ und lehrreich. Es begeistert den Leser, macht Freude und fördert Kreativität. Und natürlich ist es auch für den Gebrauch im Musikunterricht bestens geeignet.

Unbedingt zu empfehlen!

In meinem Buch „Fächerübergreifender Musikunterricht“ (Forsbach 2008) gibt es übrigens ein Kapitel „Liedermachen“, in dem ein entsprechendes Unterrichtsprojekt dargestellt wird.

Dr. Beate Forsbach

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Aug 10

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Sabine Asgodom:
Raus aus der Komfortzone, rein in den Erfolg
Das Programm für Ihre persönliche Unabhängigkeit
249 Seiten, ISBN 978-3-593-38233-3
Campus Verlag 2008
Das Buch ist auch als Hörbuch erschienen

Nachdem Sabine Asgodom mit ihrem Bestseller „Lebe wild und unersättlich“ (2007) viele Frauen ermutigt hat, ihren eigenen Weg zu einem erfüllten Leben zu gehen, will sie mit ihrem neuen Buch motivieren, auch im Beruf frei und unabhängig zu leben. „Raus aus der Komfortzone - rein in den Erfolg“ ist das Motto, mit dem Frauen zur beruflichen Selbstständigkeit angestiftet werden sollen.

In dem gleichermaßen persönlich wie sachlich orientierten Buch schildert Sabine Asgodom sehr offen die Geschichte ihres persönlichen Erfolges. So wird sie zum Vorbild für eine ganze Generation Frauen, die wegen ihrer familiären Verpflichtungen eher in einer (vielleicht ungeliebten) Teilzeitbeschäftigung ausharren, als beruflich selbstständig und unabhängig zu werden. Gerade im Bereich von kreativen Dienstleistungen lässt sich Teilzeitselbstständigkeit ohne große finanzielle Investitionen gut realisieren.

Sabine Asgodom stellt eindrucksvolle Beispiele selbstständiger Frauen vor und schlägt „sieben bewährte Schnittmuster“ vor, mit denen man eine erfolgreiche Geschäftsfrau werden kann. Petra H., der ich das Buch empfohlen hatte, nahm nur einen Hinweis aus dem Buch an: „Du brauchst nichts neu zu erfinden, gehe erprobte und funktionierende Wege und gib ihnen dein Image“. Und schon hatte sie Erfolg: Ihre selbst gestaltete Schmuckkollektion, die sie in Tiroler Hotels ausgestellt, aber selten verkauft hatte, wird nun in namhaften Geschäften im Zentrum von Innsbruck, Wien und Meran angeboten.

Wer noch nicht so genau weiß, womit er sich selbstständig machen soll, findet in dem Buch 222 bewährte Geschäftsideen aus vielen Lebensbereichen. Alle eignen sich für den sofortigen Einstieg - oder zum Finden eigener Ideen. Wer aber schon ein Konzept für sein Unternehmen hat, findet etwas sehr Wesentliches: Hinweise und Checklisten z.B. für Voraussetzungen, Rahmenbedingungen, Finanzplanung, Erfolgsfaktoren, Risiken und Fehlerquellen. So kann der Start in die eigene Geschäftsidee gründlich vorbereitet werden.

Das lebendig und unterhaltsam geschriebene Buch begeistert den Leser und macht Freude. Vor allem aber motiviert es, sich mit der Idee der Selbstständigkeit auseinander zu setzen. Man kann diese schon bei kleineren Projekten realisieren, ein großes Unternehmen gründen, oder sich doch nicht selbstständig machen - man gewinnt auf jeden Fall mehr Mut und Selbstvertrauen, seinen eigenen Weg zu einem glücklichen Leben zu finden.

Sehr empfehlenswert!

Dr. Beate Forsbach

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Aug 05

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Marie Mannschatz:
Buddhas Anleitung zum Glücklichsein
Fünf Weisheiten, die Ihren Alltag verändern
160 Seiten, ISBN 978-3-8338-0250-8
GU - Gräfe und Unzer 2008

„Glücklich sein – wer möchte das nicht?“ fragt Marie Mannschatz zu Beginn ihres neuen Buches „Buddhas Anleitung zum Glücklichsein“. Während andere Ratgeber meist den direkten Weg zum Glück empfehlen, erfahren wir hier etwas über die Hindernisse, die auf diesem Wege auftauchen können: Zweifel, Unruhe, Trägheit, Verlangen und Widerwillen. Anhand interessanter Texte, Zitate, Geschichten erfahren wir etwas über die buddhistischen Weisheiten und bekommen Anleitungen, die fünf Hindernisse zu überwinden.

Das schön gestaltete Buch aus dem GU-Verlag reizt zum Lesen und Vertiefen, fast auf jeder Seite wird man durch farbige Überschriften angesprochen. Mir gefallen besonders die vielen Übungen. Sie sind klar formuliert, motivieren zur direkten Umsetzung und ermöglichen es dem Leser, den Inhalt wirklich zu verarbeiten.

Ich habe das Buch trotz des ungewöhnlichen Zugangs zum Thema Glücklichsein mit Interesse gelesen. Aber danach konnte ich es nicht einfach weglegen, sondern möchte immer wieder nachlesen und vertiefen. Denn es bietet gute Ideen und Inspirationen, wie man das Gelesene umsetzen kann: Zunächst lernt man, das Prinzip Achtsamkeit im Alltag zu integrieren. Wer häufig Zweifel hat, lernt Vertrauen zu entwickeln. Unruhe kann man durch mehr Geduld und Zielstrebigkeit überwinden. Gegen Trägheit hilft Begeisterung, gegen das unersättliche Verlangen hilft die Konzentration auf das Wesentliche und Einfache. Widerstände und Widerwillen schließlich überwindet man durch Freude, Vergebung, Mitgefühl und Akzeptanz.

Für mich war es interessant, wie sich das Gelesene in meinem Alltag ausgewirkt hat. So hat mir der Satz „Ich danke dir, dass du dich für meine Geduldsübungen zur Verfügung stellst“ sehr geholfen, ruhiger und gelassener zu werden. Und die Beziehungen zum jeweiligen „Objekt dieser Geduldsübungen“ wurden schlagartig besser. Und plötzlich stellte sich das Glücklichsein von ganz alleine ein, denn Glück ist ganz einfach, und das Glück ist in mir.
Sehr empfehlenswert!

Dr. Beate Forsbach

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