Sep 12

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Wigand Lange:
Mein Freund Parkinson
Eine Erfahrung
185 Seiten, ISBN 978-3-86612-022-8
5. Auflage
Pendo Verlag 2008

Dieses Buch hat mich sehr beeindruckt. Wigand Lange ist ein Schriftsteller, der an Parkinson erkrankt ist. In seinem Buch „Wenn Parkinson kommt. Meine Erfahrungen mit einem ungebetenen Gast“, das 2007 erschienen ist, verabschiedet sich Lange nach 11 Jahren Krankheit von seinem „Freund“ Parkinson. Es ist interessant zu lesen, wie er seine verborgenen inneren Heilkräfte entdeckt hat. Daher interessierte ich mich - wie viele andere Leser auch - für sein erstes Buch „Mein Freund Parkinson“, das nunmehr in einer aktualisierten und erweiterten Auflage im Pendo Verlag erschienen ist.

In hoher literarischer Qualität schildert er hier seine ersten Begegnungen und Erlebnisse mit seinem neuen „Freund“. Themen sind u.a. das Erscheinungsbild der Krankheit, die Frage der Schulmedizin oder alternative Therapien, Krankheit als Weg, Krankheit als Selbstheilung, neues Leben in neuen Dimensionen, Schreiben mit Parkinson. Mich hat das Buch begeistert und gepackt, um viele Erfahrungen reicher gemacht. Das Buch ist in erster Linie eine Ermutigung für Menschen, die an Parkinson erkrankt sind. Es ist aber auch sehr interessant für diejenigen, die nicht an Parkinson leiden. Sie können sich darüber freuen, von dieser Krankheit verschont geblieben zu sein. Sie können motiviert werden, ihr Leben achtsam zu leben.

Dem folgenden Zitat von Manfred Rommel auf dem Umschlag möchte ich voll zustimmen:
„Es ist bekanntlich sinnlos, über einen Nachteil ins Grübeln zu verfallen, der sich nicht ändern läßt. Aber es ist sinnvoll, die Folgen dieses Nachteils durch Eigeninitiative zu mildern.“

Dr. Beate Forsbach

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Sep 08

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Barbara Rütting:
Bleiben wir schön gesund
Was Sie selbst tun können für mehr Gesundheit und Lebensfreude
382 Seiten, ISBN 978-3442168514
Goldmann Verlag 2007

Barbara Rütting liegt unsere Gesundheit am Herzen. Nach dem Motto „Gesund bleiben und das Leben genießen!“ beschreibt sie einfühlsam und sehr persönlich, was uns krank macht, und wie wir uns mit Hausmitteln, gesunder Ernährung, natürlicher Schönheitspflege und einer großen Portion Optimismus und positivem Denken selbst heilen, pflegen und verwöhnen können.

Ich habe Barbara Rütting im Fernsehen gesehen - sie war gerade 80 geworden. Wie sie aussah und was sie über Gesundheit sagte - das hat mich sehr interessiert. Also kaufte ich mir das Buch der ehemaligen Schauspielerin und inzwischen ausgebildete Gesundheitsberaterin, die 2003 für Bündnis 90 Die Grünen im Bayerischen Landtag kandidierte.

Wem zu viel „grüne“ Gedanken in dem Buch sein sollten, der lese es trotzdem und profitiere von dem einen oder anderen nützlichen Tipp - und gebe es dann an eine Freundin weiter. So habe ich es gemacht.

“Es gehört zur Lebensfreude, dass wir unser Essen genießen, dass wir feiern, kochen, lachen. Aber wir sind selbst für unseren Körper verantwortlich.” (Barbara Rütting)

Dr. Beate Forsbach

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Sep 02

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Martin Hecht:
Wahre Freunde
Von der hohen Kunst der Freundschaft
224 Seiten, ISBN 978-3-421-05921-5
DVA München 2006

„Es ist ein seltenes Glück, wahre Freunde zu finden, aber eine hohe Kunst, sie sich zu bewahren, wenn man sie gefunden hat.“ Das schreibt Martin Hecht in seinem Buch „Wahre Freunde“, in dem wir (fast) alles über die „hohe Kunst der Freundschaft“ erfahren können. In der heutigen Zeit sind die traditionellen Sozialbeziehungen Familie und Ehe, Großfamilie und Gemeinde oft zerbrochen, man wechselt die Lebenspartner und fängt mehrmals wieder neu an. Da bieten Freunde die Möglichkeit, neue Bindungen einzugehen, Vertrautheit und Geborgenheit, vielleicht sogar ein Heimatgefühl zu finden. Aber die unzähligen „Freunde“, die manch einer hat, dienen oft nur bestimmten Zwecken, sie bilden ein Netzwerk guter Beziehungen. Man geht zusammen zum Sport oder ins Kino, trifft sich zum Reden, Essen und Trinken oder verbringt das Wochenende zusammen. Wenn man sich nicht mehr versteht, wenn die eigene Lebensqualität zu sehr eingeschränkt wird, gibt man die Beziehungen auf und sucht sich neue.

In seinem interessanten und gehaltvollen Buch beschreibt Martin Hecht viele Arten von Freundschaft, vom „besten“ Freund der Kinder- und Jugendzeit über „falsche“ Freunde bis zu denjenigen, die bei genauer Betrachtung nur gute „Bekannte“ sind. Der Autor beschreibt mögliche Probleme und Konflikte unter Freunden, ob und wie man sie lösen kann, und wann es besser ist, die Freundschaft zu beenden. Wir erfahren etwas über „passende“ Geschenke, gemeinsame Reisen, Konkurrenz und Neid sowie andere Ursachen von Freundschaftskrisen, aber auch über die „Sternstunden“ der Freundschaft, wie man selber ein guter Freund ist und wie man die Freundschaft pflegen sollte.

Ich habe das Buch gerne gelesen, nicht nur wegen der Gedanken und Informationen, sondern auch wegen des Stils. Das war für mich ein „Lesegenuss“. Darüber hinaus beginnt man als Leser über seine Freundschaften nachzudenken, findet manches bestätigt und sieht manches auch im neuen Licht. Allerdings fehlen Gedanken über „virtuelle“ Freundschaften, in denen der Kontakt nur in Emails, Photos und gelegentlichen Telefonaten besteht, z.B. weil der Freund in Übersee wohnt. Auch die neue Form der Freundschaft in Internet-Foren und Web-Treffs wird hier nicht erwähnt, wo Menschen enge Kontakte haben, z.T. ohne ihren richtigen Namen zu kennen. Aber das gehört vielleicht nicht unbedingt in ein Buch über „Wahre Freunde“, obwohl es durchaus mit dem „Verschwinden der Heimat“ zusammen hängt, das Martin Hecht in einem früheren Essay beschrieben hat. Vielleicht entsteht ja bald ein weiteres Buch über diese „moderne“ Form der Freundschaft?

Ich wünsche dem Buch und seinem Autor viele begeisterte Leser und neue Freunde!

Dr. Beate Forsbach

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