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Aug 15

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Barbara Forster:
Rezepte für den tollsten Job der Welt
Wie Arbeit Spaß macht und Erfolg gelingt
172 Seiten, ISBN 978-3-89901-298-9
J. Kamphausen Verlag 2010

“Egal ob Finanz- oder Wirtschaftskrise - leben Sie Ihre Träume, machen Sie Ihre Stärken und Hobbys zum Beruf!” So steht es im Klappentext des Buches von Barbara Forster, die den Leser mit ihren “Rezepten für den tollsten Job der Welt” ermutigen will, seine Berufung zu finden und zum Beruf zu machen.

Die besondere Stärke dieses Buches liegt sicher in der Motivation für den Leser, seine Träume zu realisieren. Viele Menschen halten lieber mit einer wenig geliebten Tägtigkeit an einem sicheren Arbeitsplatz fest, als dass sie ihre Talente zum Beruf machen. Häufig denkt man auch, man brauche eine besondere Ausbildung oder Qualifikation, um eine bestimmte Tätigkeit auszuüben. Barbara Forster sagt jedoch, man brauche weder einen Riesenkredit noch ein langjähriges Studium, sondern vor allem Leidenschaft, Intuition und das Vertrauen in die eigene Vision. Das stimmt natürlich nur mit Einschränkungen, denn wer z.B. als Therapeut arbeiten will, braucht eine staatliche Zulassung, um mit den Kassen abrechnen zu können.

Barbara Forster begeistert den Leser durch ihre Eingangskapitel, macht Mut zum eigenen Weg, gibt Erfolgstipps und spricht die Kraft der eigenen Entscheidungen an. In zehn ausführlichen Kapiteln findet man kreative Ideen, wie man aus seinen Hobbys und Talenten einen Beruf machen kann. Fast jeder fühlt sich sicher durch eine dieser Ideen angesprochen. All das ist äußerst anregend und hilfreich für Menschen, die ihre Arbeit verloren haben, in ihrem erlernten Beruf keine Stelle mehr finden, die einen Job nach der Familienphase suchen. Es gibt viele praktische Tipps, Beispiele für Anzeigen und Werbemittel, Hinweise auf Voraussetzungen und Zielgruppen, Ideen für die eigene Arbeitsstelle.

Was mir in diesem durchaus positiven und äußerst anregenden Ratgeber jedoch fehlt, sind Hinweise darauf, was Selbstständigkeit in der Praxis wirklich bedeutet. Wer schon einmal seinen Bekannten, Kollegen oder Nachbarn mit seinen speziellen Fähigkeiten geholfen hat, weiß, dass es recht schwierig ist, dafür auch Geld zu bekommen. Freundschaftsdienste werden selten als Arbeit anerkannt, für die man eine Rechnung ausstellen kann.

Und darum geht es doch auch, wenn man den “tollsten Job der Welt” haben will: Nicht nur seine Berufung auszuleben, sondern auch seinen Lebensunterhalt damit zu verdienen. Eine selbstständige Berufstätigkeit ist sicher nicht jedermanns Sache, neben dem notwendigen Mut braucht man auch handfeste Unterstützung in finanzieller und organisatorischer Hinsicht. Jede Geschäftsidee will sorgfältig überlegt und geplant sein.

Das Buch ist trotzdem sehr lesenswert und kann dem Leser wichtige Impulse auf der Suche nach dem “tollsten Job der Welt” geben.

Dr. Beate Forsbach

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