Mrz 07

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Klaus W. Vopel:
Expressives Schreiben
Ein Programm zur seelischen Immunisierung
120 Seiten, ISBN 978-3-89403-336-1
Iskopress 2006

Tagebuchschreiben hat heute einen großen Aufschwung genommen, nachdem das Internet viele Möglichkeiten für Privatpersonen bereit gestellt hat. Fast immer geht es darum, beim Schreiben seiner Befindlichkeit, seinen Hoffnungen und Ängsten Ausdruck zu geben. Denn Schreiben befreit und hilft uns, traumatischen Stress, Verletzungen und unerledigte Konflikte zu verarbeiten. Expressives Schreiben, bei dem Menschen sich emotional öffnen und ihre tiefsten Gedanken und Gefühle ausdrücken, wirkt sich positiv auf die Gesundheit aus.

Klaus W. Vopel beschreibt in seinem Buch ein Programm, das von dem amerikanischen Psychologieprofessor Dr. James W. Pennebaker entwickelt wurde. Dessen Studien zeigten, dass Schreiben unser psychisches und physisches Wohlbefinden steigern kann. Es kann uns helfen, mit Krisen und Verletzungen fertig zu werden, eine neue Sicht auf das Erlebte einzunehmen und es zu verarbeiten. Daraus erwachsen neue Lebensperspektiven, die uns mit Optimismus, Mut und Lebensfreude erfüllen.

Mir gefällt an diesem Programm ganz besonders, dass es jeder sofort einsetzen kann, ohne einen Psychotherapeuten, ohne Selbsthilfegruppe und ohne Kosten. Und man muss sich beim Schreiben auch nicht auf einen Briefpartner einstellen, sondern man schreibt ganz für sich. Man braucht nur Papier und Stift. Der Autor rät, keinen Computer zu benutzen, aber ich kann es mir zumindest für mich gut vorstellen, weil ich gerne und schnell auf der Tastatur schreibe. Es gibt inzwischen Tagebuchprogramme für den PC, denn die Ergebnisse des expressiven Schreibens sind in der Regel nicht für öffentliche Weblogs geeignet.

Auf dem Weg zur seelischen Immunisierung begleitet Klaus W. Vopel den Leser mit verständlichen Anleitungen und motivierenden Worten. Nach einleitenden Erläuterungen zum Was - Wie oft - Wann - Wo - Womit des Schreibens stellt er zunächst die klassische Vier-Tage-Methode des expressiven Schreibens nach James Pennebaker vor. Dann folgen Anleitungen zu fast 40 verschiedenen Schreibexperimenten, die in drei Themenbereiche eingeordnet sind: „Blockierte Gefühle lösen“, „Zur Ruhe kommen“ und „Die Schattenseiten des Lebens akzeptieren“. Nicht jedes Experiment wird für jeden geeignet sein, aber die Anregungen sind gut und hilfreich. Schließlich erfährt man, wie man ein Trauma oder eine Krise in eine Geschichte überführt, die man wiederum anderen Menschen mitteilen kann.

Empfehlenswert für jeden, der seine persönlichen Probleme beim Schreiben lösen will.

Dr. Beate Forsbach

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Aug 23

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Jürgen Christen:
Schriftsteller und ihre Hunde
Musen auf vier Pfoten
126 Seiten, ISBN 9783866710320
Autorenhaus Verlag 2008

Eine hervorragende Idee hat der Journalist Jürgen Christen gehabt, Schriftsteller und ihre „Musen auf vier Pfoten“ zu porträtieren. Durch diese Idee entstanden gleich zwei ebenso schöne wie außergewöhnliche Bücher: „Katzen und ihre Schriftsteller“ und „Schriftsteller und ihre Hunde“.

Zu jedem der zahlreichen Schriftsteller findet man biografische Texte oder Originalbeiträge, und ebenso faszinierende wie außergewöhnliche Fotografien. Jeder Schriftsteller wird mit seiner Katze oder seinem Hund abgebildet – und herausgekommen sind wunderschöne Bücher, die Tierfreunde genauso wie Literaturliebhaber erfreuen werden.

Wer eins dieser hübschen Bücher zum Verschenken kaufen sollte, muss sich darauf gefasst machen, dass er ein zweites Exemplar kaufen wird. Denn die „Musen auf vier Pfoten“ sind so originell, vielfältig und ansprechend, dass man sie bestimmt nicht wieder weggeben möchte. Übrigens findet man auf der Website http://www.musen-auf-vier-pfoten.de/ die Gelegenheit, eigene Bilder und Texte zu den “Musen auf vier Pfoten” einzusenden.

Sehr zu empfehlen!

Dr. Beate Forsbach

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Aug 23

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Jürgen Christen:
Katzen und ihre Schriftsteller
Musen auf vier Pfoten
126 Seiten, ISBN 9783866710344
Autorenhaus Verlag 2008

Eine hervorragende Idee hat der Journalist Jürgen Christen gehabt, Schriftsteller und ihre „Musen auf vier Pfoten“ zu porträtieren. Durch diese Idee entstanden gleich zwei ebenso schöne wie außergewöhnliche Bücher: „Katzen und ihre Schriftsteller“ und „Schriftsteller und ihre Hunde“.

Zu jedem der zahlreichen Schriftsteller findet man biografische Texte oder Originalbeiträge, und ebenso faszinierende wie außergewöhnliche Fotografien. Jeder Schriftsteller wird mit seiner Katze oder seinem Hund abgebildet – und herausgekommen sind wunderschöne Bücher, die Tierfreunde genauso wie Literaturliebhaber erfreuen werden.

Wer eins dieser hübschen Bücher zum Verschenken kaufen sollte, muss sich darauf gefasst machen, dass er ein zweites Exemplar kaufen wird. Denn die „Musen auf vier Pfoten“ sind so originell, vielfältig und ansprechend, dass man sie bestimmt nicht wieder weggeben möchte. Übrigens findet man auf der Website http://www.musen-auf-vier-pfoten.de/ die Gelegenheit, eigene Bilder und Texte zu den “Musen auf vier Pfoten” einzusenden.

Sehr zu empfehlen!

Dr. Beate Forsbach

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Jun 23

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Sylvia Englert:
Die neue Wörterwerkstatt
Tipps für Jugendliche, die gern schreiben
300 Seiten, ISBN 9783866710269
Autorenhaus Verlag 2007

Schreiben ist für die meisten Jugendlichen ein seltsames Hobby: Da sitzt man allein vor dem Computer oder einem Notizbuch, hängt das Schild „Bitte nicht stören“ an die Tür und erfindet Geschichten oder Gedichte, schreibt für Zeitschriften oder erfindet Hörspiele, Drehbücher oder Theaterstücke.

Auch wenn mancher Deutschlehrer es nicht ahnt: Fast in jeder Klasse gibt es Schüler mit diesem seltsamen Hobby.So gibt Sylvia Englert in ihrem Buch „Die neue Wörterwerkstatt“ den Jugendlichen u.a. auch Antworten auf die Frage „Soll ich meinem Deutschlehrer sagen, dass ich schreibe?“ Einerseits kann der Deutschlehrer ein guter Mentor für schreibende Jugendliche sein, andererseits hört man aber auch immer wieder von Autoren, die trotz schlechter Deutschnoten gute Schriftsteller geworden sind.

So richtet sich das vorliegende Buch auch nicht vorrangig an Lehrer, sondern gibt Jugendlichen, die gerne schreiben, vielfältige Ratschläge und Hilfen für ihr Hobby. Dabei ist der Stil sachlich ansprechend wie anspruchsvoll, und auch mancher erwachsene Hobby-Schriftsteller wird davon profitieren können. Jedes Genre wird ausführlich erläutert, und neben praktischen Ratschlägen zu Stil und Sprache gibt es ausführliche Kapitel zu den wichtigsten Problemen der jungen Schriftsteller sowie zu der Frage, wie man das Schreiben zum Beruf machen kann.

Dieses Buch sollte jeder Deutschlehrer kennen, um es seinen interessierten Schüler für den privaten Gebrauch empfehlen zu können. Noch besser wäre es, im Deutschunterricht zum Schreiben anzuregen, Schreib-Workshops in der Schule anzubieten oder einen Schreibwettbewerb durchzuführen. Die „neue Wörterwerkstatt“ wird dabei gute Dienste leisten.

Unbedingt zu empfehlen für jeden (Deutsch-)Lehrer!

Dr. Beate Forsbach

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Jun 21

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Ursula K. Le Guin:
Kleiner Autoren-Workshop
Deutsch von Kerstin Winter
206 Seiten, ISBN 9783866710078
Deutsche Erstausgabe
Autorenhaus Verlag 2007

Schreiben ist eine Kunst, aber auch ein Handwerk. „Zur Kunst gehört Talent. Und Glück. Beides kann man sich nicht aneignen. Aber das Handwerk kann man lernen.“ Das sagt die amerikanische Schriftstellerin Ursula K. Le Guin in ihrem Buch „Kleiner Autoren-Workshop“. Im Original heißt das Buch „Steering The Craft“, also „Das Boot steuern“, was bedeuten soll „Das Handwerk beherrschen“.

Und so erfahren wir hier nicht, wie man einen bestsellerverdächtigen Roman oder ein spezialisiertes Fachbuch schreibt. Das Buch soll den Leser sensibilisieren und sein Bewusstsein für bestimmte Prosaelemente, Techniken und Erzählmittel wecken oder schärfen. Diese Elemente des Handwerks müssen jedem Autor bewusst sein, bevor er sie wie selbstverständlich verwenden und einsetzen kann.

Das Buch entstand nach einem Workshop mit 14 erfahrenen Autoren – Ursula Le Guin hatte eigentlich Autoren erwartet, die noch an ihren handwerklichen Fertigkeiten arbeiten wollten. Und so konnte sie die Gedanken der Autoren, ihre Erfahrungen und Meinungen in diesem Buch verarbeiten. Gleichzeitig entstand ein Leitfaden für Schreibgruppen – eine nützliche, aber keineswegs notwendige Einrichtung für Autoren.

Neben Hinweisen für die Arbeit in der Schreibgruppe enthält das Buch Tipps und Übungen zu folgenden Themen: Der Klang der Sprache - Zeichensetzung - Satzlänge und die komplexe Syntax - Wiederholung - Adjektiv und Adverb - Subjekt, Pronomen und Verb - Perspektive und Stimme - Perspektivenwechsel - Indirekte Erzählung oder Vielsagendes - Verdichten und Springen. Einige Beispiele aus der Literatur sind eingefügt, die vielleicht in der amerikanischen Originalfassung noch eindrucksvoller belegen, was die Autorin zeigen möchte.

Das Buch ist angenehm zu lesen, leicht verständlich, es enthält genaue Anleitungen, wie die Übungen jeweils durchzuführen sind. Man kann es in einer Woche oder in mehreren Monaten durcharbeiten, allein oder in der Gruppe. Als Anfänger kann man genauso davon profitieren wie als erfahrener Autor.

Unbedingt zu empfehlen für jeden am Schreiben Interessierten!

Dr. Beate Forsbach

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