Jun 17

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Monika Götz, Christa D. Schäfer (Hrsg.):
Mediation im Gemeinwesen
Nachbarschaftsmediation - Stadtteilmediation - Gemeinwesenmediation
Band 2 der Reihe “Schriften zur Theorie und Praxis der Mediation”
254 Seiten, ISBN 9783834004635
Schneider Verlag Hohengehren 2008

„Gemeinwesenmediation (GWM) ist ein Bereich, der in Deutschland immer mehr an Gewicht zulegt. Das Interesse an diesem Thema ist groß - aber trotzdem wissen nur wenige Personen, was sich überhaupt hinter diesem Begriff und hinter Projekten der GWM verbirgt. Das wollen wir mit diesem Buch ändern.“

Das schreiben die beiden Herausgeberinnen und Haupt-Autorinnen im Vorwort dieses Buches. Monika Götz ist Mediatorin, psychologische Beraterin, Trauer- und Sterbebegleiterin, Dr. Christa D. Schäfer ist Mediatorin und Ausbilderin, systemische Beraterin und Sozialmanagerin. Beide haben Mediations-Projekte in Berlin aufgebaut und intensive Erfahrungen damit gemacht.

Sie beschreiben den Aufbau ihrer Projekte und können damit den Lesern vielfältige Informationen zur Gemeinwesenmediation geben. Das Buch ist aus der Praxis der Gemeinwesenmediation heraus geschrieben. Es erhebt keinen wissenschaftlichen Anspruch, wie man nach dem Vorwort der Reihenherausgeber vermuten könnte.

Und das ist das eigentlich Positive an dem Buch - jeder, der mehr über Gemeinwesenmediation erfahren oder gar ein eigenes Projekt aufbauen möchte, erfährt hier viel Wissens- und Bedenkenswertes: Da geht es zunächst um das Thema „Konflikt, Sprache und Mediation“ und dann um verschiedene Möglichkeiten der Streitvermittlung. Im dritten Teil des Buches erfährt man Grundlegendes über die Entwicklung von Gemeinwesenmediation, hier werden Begriffe geklärt, Geschichtliches erläutert sowie Informationen zum Fachverband gegeben. Der vierte Teil schließlich informiert über verschiedene Aspekte aus der Praxis von Gemeinwesenmediationsprojekten.

Bei dieser Vielfalt der Aspekte ist es verständlich, dass die beiden Herausgeberinnen nicht den Anspruch auf Vollständigkeit im wissenschaftlichen Sinne erheben. Ihnen ist eine Dokumentation zu verdanken, die gleichzeitig eine hervorragend verständliche Einführung in das Fachgebiet der Gemeinwesenmediation wie auch eine ausführliche Information für die Praxis ist.

Ich wünsche den beiden engagierten Autorinnen eine angemessene Verbreitung ihres Buches, ihrer Ideen und Erfahrungen - zum Wohle derjenigen Menschen, für die die Mediation in Nachbarschaften, Stadtteilen, Gemeinwesen eine gute Möglichkeit darstellt, ihre Konflikte ohne Gerichte oder andere Institutionen zu lösen.

Dr. Beate Forsbach

Inhaltsverzeichnis

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Jun 17

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Martina Hautau:
kiss me coach
120 Seiten, ISBN 9783837090758
Books on Demand 2009

„Tauchen Sie ein ins Abenteuer ,LEBEN‘ und lassen Sie sich einfach küssen!“ Das schreibt Martina Hautau im Vorwort ihres Buches „kiss me coach“. Und so kann jeder, der das Buch liest, gleich 24mal geküsst werden. Denn Martina Hautau und ihre 23 Coach-Kollegen geben jeweils eine kurz gefasste Lebensweisheit als „Kuss-Tipp“, die sie im „Kuss-Fokus“ kurz erläutern.

Und das beste: Man bekommt ein Kuss-Geschenk, etwa ein Telefon-Coaching, den kostenlosen Besuch einer Veranstaltung, eine CD oder einen Test, und das gleich 24 Mal. Schon allein wegen dieser Geschenke im Wert von 1234 Euro ist das Buch den Kauf wert.

Das schön gestaltete Buch bietet außerdem noch 24 kurze Geschichten, zum Nachdenken und zum Schmunzeln, die dem Leser den Weg zu einem glücklichen und erfüllten Leben weisen können. Einige der Geschichten sind bekannt, andere für dieses Buch neu geschrieben - aber alle vermitteln eine Dosis Lebenskunst.

Ein unterhaltsames Buch, gut geeignet als Geschenk für die beste Freundin oder für sich selbst. Dazu gibt es im Internet einige unterhaltsame Beigaben, z.B. einen Blog, Filme auf Youtube, Einträge bei Twitter …

Danke, Martina Hautau, für dieses Buch und das schöne Motto:


„Mache das Leben einfach, für eine bessere Welt!“

Dr. Beate Forsbach

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Jun 12

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English, Fanita; Karnath, Joachim:
Lebenscoaching
zum Umgang mit Menschen, die sich ungeliebt, abgelehnt und ohnmächtig fühlen
224 Seiten, ISBN 978-3-89403-357-6
iskopress 2009

Für die meisten Menschen ist das Streben nach Glück ein Leitmotiv ihres Lebens. Wenn sie in dem Buch „Lebenscoaching“ eine Art Rezeptbuch fürs Glück, eine Anleitung zum besseren Leben suchen, dann werden sie die hier nicht finden. Diese Illusion zerstören die Autoren Fanita English und Joachim Karnath direkt im Vorwort zu ihrem Buch. Eine ihrer Kernbotschaften lautet, dass es so etwas gar nicht geben kann. Wie das Streben nach Glück gehören auch negative Gefühle zu unserem Leben, z.B. wenn wir uns abgelehnt, ungeliebt oder verzweifelt fühlen. Nach Ansicht der beiden Autoren kann es nicht darum gehen, solche Gefühle zu vermeiden oder zu verdrängen, sondern darum, sie anzunehmen und in unser Leben zu integrieren.

Das Buch „Lebenscoaching“ ist leicht verständlich geschrieben und für Fachleute, Laien und Betroffene gut lesbar. An zwei Beispielen, dem Erfurter Schüler Robert S. und dem Attentat an seinem Gymnasium, sowie an Jürgen Möllemann und seinem Sprung in den Tod werden zunächst zwei grundsätzliche Charaktertypen und ihr Weg in die Krise beschrieben. Interessant ist der zweite Hauptteil, in dem verdeutlicht wird, wie sich die Bausteine unserer Persönlichkeit von Geburt an ausprägen.

Die geschilderten Beispiele machen das Buch für jeden leicht verständlich, und besonders interessant wird es, wenn zwei berühmte „Fälle“ aus Dramen von William Shakespeare als Grundtypen schwieriger Persönlichkeiten dargestellt werden. Joachim Karnath bezieht diese Fälle dann auf moderne Beispiele aus seiner Coaching-Arbeit mit Managern. Anschließend werden einige Handlungsempfehlungen gegeben, die jedoch für eine Selbsthilfe oder Hilfe durch nahe Angehöriger nicht ausreichend sein dürften. Die beiden Autoren benutzen das Instrumentarium der Transaktionsanalyse, die in einem Anhang informativ und verständlich dargestellt wird.

Ein interessantes Buch, das eindrucksvoll über zentrale menschliche Entwicklungen in ihren Ursachen und ihrer Dynamik informiert.
Dr. Beate Forsbach

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Mrz 07

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Klaus W. Vopel:
Expressives Schreiben
Ein Programm zur seelischen Immunisierung
120 Seiten, ISBN 978-3-89403-336-1
Iskopress 2006

Tagebuchschreiben hat heute einen großen Aufschwung genommen, nachdem das Internet viele Möglichkeiten für Privatpersonen bereit gestellt hat. Fast immer geht es darum, beim Schreiben seiner Befindlichkeit, seinen Hoffnungen und Ängsten Ausdruck zu geben. Denn Schreiben befreit und hilft uns, traumatischen Stress, Verletzungen und unerledigte Konflikte zu verarbeiten. Expressives Schreiben, bei dem Menschen sich emotional öffnen und ihre tiefsten Gedanken und Gefühle ausdrücken, wirkt sich positiv auf die Gesundheit aus.

Klaus W. Vopel beschreibt in seinem Buch ein Programm, das von dem amerikanischen Psychologieprofessor Dr. James W. Pennebaker entwickelt wurde. Dessen Studien zeigten, dass Schreiben unser psychisches und physisches Wohlbefinden steigern kann. Es kann uns helfen, mit Krisen und Verletzungen fertig zu werden, eine neue Sicht auf das Erlebte einzunehmen und es zu verarbeiten. Daraus erwachsen neue Lebensperspektiven, die uns mit Optimismus, Mut und Lebensfreude erfüllen.

Mir gefällt an diesem Programm ganz besonders, dass es jeder sofort einsetzen kann, ohne einen Psychotherapeuten, ohne Selbsthilfegruppe und ohne Kosten. Und man muss sich beim Schreiben auch nicht auf einen Briefpartner einstellen, sondern man schreibt ganz für sich. Man braucht nur Papier und Stift. Der Autor rät, keinen Computer zu benutzen, aber ich kann es mir zumindest für mich gut vorstellen, weil ich gerne und schnell auf der Tastatur schreibe. Es gibt inzwischen Tagebuchprogramme für den PC, denn die Ergebnisse des expressiven Schreibens sind in der Regel nicht für öffentliche Weblogs geeignet.

Auf dem Weg zur seelischen Immunisierung begleitet Klaus W. Vopel den Leser mit verständlichen Anleitungen und motivierenden Worten. Nach einleitenden Erläuterungen zum Was - Wie oft - Wann - Wo - Womit des Schreibens stellt er zunächst die klassische Vier-Tage-Methode des expressiven Schreibens nach James Pennebaker vor. Dann folgen Anleitungen zu fast 40 verschiedenen Schreibexperimenten, die in drei Themenbereiche eingeordnet sind: „Blockierte Gefühle lösen“, „Zur Ruhe kommen“ und „Die Schattenseiten des Lebens akzeptieren“. Nicht jedes Experiment wird für jeden geeignet sein, aber die Anregungen sind gut und hilfreich. Schließlich erfährt man, wie man ein Trauma oder eine Krise in eine Geschichte überführt, die man wiederum anderen Menschen mitteilen kann.

Empfehlenswert für jeden, der seine persönlichen Probleme beim Schreiben lösen will.

Dr. Beate Forsbach

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Jan 04

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Lise Bourbeau:
Das Liebes-Coaching
Liebe ohne Wenn und Aber
Das wahre Geheimnis glücklicher Beziehungen
216 Seiten, ISBN 978-3-89385-566-7
Windpferd Verlag 2008

„In meinem Privat- ebenso wie in meinem Berufsleben musste ich immer wieder feststellen, dass die Vorstellung des Akzeptierens als Grundlage der bedingungslosen Liebe zwar einfach, deshalb aber noch lange nicht einfach umzusetzen ist.“ Das schreibt die Kanadierin Lise Bourbeau, eine der bedeutendsten spirituellen Lehrerinnen unserer Zeit, in der Einleitung zu ihrem neuesten Buch, in dem sie die Gemeinsamkeiten zwischen der bedingungslosen Liebe und dem Akzeptieren verdeutlicht.

Das Buch „Liebes-Coaching“ ist unterhaltsam und informativ, denn die Autorin erzählt die Geschichte einer fiktiven Familie, die die unterschiedlichsten Probleme des Akzeptierens erlebt. Dabei geht es um die Liebe zwischen Partnern, Geschwistern, Eltern und Kindern, Liebhabern und Freunden. Wir erleben, wie die Familienmitglieder mit Hilfe des Coachings lernen, auch unliebsame Dinge zu akzeptieren, wie Aussehen, Krankheit, Schwäche, Älterwerden oder Tod.

Ich habe das Buch gerne gelesen, denn es ist unterhaltsam und teilweise spannend wie ein Roman. Man möchte wissen, wie es mit der Beispielfamilie weitergeht, und erfährt gleichzeitig vieles über sich selbst. Wie schon in früheren Veröffentlichungen zeigt Lise Bourbeau auf, dass unsere Probleme im körperlichen, emotionalen und geistigen Bereich auf fünf „Seelenwunden“ zurückgehen: Ablehnung, Verlassenwerden, Demütigung, Verrat und Ungerechtigkeit. Das Buch bietet nicht nur Orientierung bei der Lösung eigener Probleme, sondern leitet auch an, andere Menschen zu beraten.

Dabei schreibt die Autorin in einem ansprechenden Stil, sie duzt ihre Leser, sie wirkt sehr sympathisch und kompetent. Nach der Lektüre habe ich den Wunsch verspürt, die früheren Bücher der Autorin zu lesen, in denen es darum geht, auf die Weisheit des eigenen Körpers zu hören und die tieferen Ursachen von gesundheitlichen Problemen zu erkennen. Zu den Themen ihrer Bücher gibt es Seminare, z.B. in der Schweiz. Nähere Informationen findet man auf der Verlagswebsite oder der Website der Autorin.

Ein interessantes Buch, das seinen Lesern den Weg in gelungene Beziehungen und ein glückliches Leben weist.

Dr. Beate Forsbach

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