Apr 03

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Beate Forsbach:
Leben allein genügt nicht
Von der Kunst des Älterwerdens
192 Seiten, Paperback, Format 22 x 17 cm
mit zahlreichen farbigen Fotos
ISBN 978-3-8391-3864-9
BOD 2010

Mein neues Buch “Leben allein genügt nicht - Von der Kunst des Älterwerdens” ist am 11. März 2010 erschienen.

Klappentext:

Mit ihrem Buch „Leben ist mehr – Lebenskunst lernen beim Älterwerden“ begeisterte Beate Forsbach viele Leser. Nicht nur Senioren, auch viele jüngere Menschen beschäftigen sich mit dem Älterwerden. Denn das betrifft ja jeden Menschen in jedem Moment seines Lebens.

Beate Forsbach zeigt, wie wir die Kunst des Älterwerdens erlernen und in unserem Leben anwenden können. Sie erzählt von alltäglichen Begebenheiten aus dem Zusammenleben mit ihrem Mann Hans Christian und leitet daraus Wegweiser für das Älterwerden ab.

Ihre Geschichten sind jetzt und hier entstanden. Sie handeln von Veränderungen und Überraschungen, vom Abschied und Loslassen, von Liebe und Freundschaft, von Angst und Hoffnung, von Stress, Krankheit und Heilung, aber auch von Optimismus, Glück und Lebensfreude. Sie zeigen uns, dass auch wir in unserem Leben jeden Tag das ganz persönliche Glück erfahren können.

Sprüche, Gedichte und Texte anderer Autoren sowie Rezensionen ausgewählter Bücher geben dem Leser kleine und große Denkanstöße. Zahlreiche farbige Fotos lenken den Blick auf die Schönheiten in unserem alltäglichen Leben.

„Leben allein genügt nicht“, sagte der Schmetterling,
„Sonnenschein, Freiheit und eine kleine Blume muss man haben.“

(Hans Christian Andersen, 1805-1875)

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Mrz 22

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Christoph Hartlieb:
Wer älter wird …
80 Seiten, ISBN 978-3940490698
Deutsche Literaturgesellschaft 2010

„Dieses Buch enthält nicht die streng wissenschaftlichen Forschungsergebnisse eines Professors der Gerontologie, sondern Beobachtungen eines Beteiligten, in verschiedenen Situationen und damit auch aus verschiedenen Stimmungen heraus.” Das schreibt der Autor, ehemalige Oberstudienrat und Pfarrer Christoph Hartlieb, Jahrgang 1934, im Vorwort zu seinem neuen Buch.

„Wer älter wird …” - so beginnt jedes der 20 Kapitel in Reimform, in denen Christoph Hartlieb authentisch beschreibt, wie es ihm beim Älterwerden ergangen ist. Mal heiter, mal eher besinnlich und nachdenklich, so nimmt er sich viele wichtige Themen vor: Ob es um das Altern allgemein geht, um Beschwerden und Jammern, um die Vergesslichkeit, um Sex, um Brillen, Gebisse und andere Ersatzteile, oder aber um Aspekte der Lebensphilosophie wie Fragen und Widersprüche, Umwege, Trennungen, die Zeit oder das Lebensrisiko - immer liest man die Betrachtungen des Autors einerseits mit Vergnügen, andererseits aber mit ein wenig Schrecken vor den realistisch dargestellten Problemen beim Altwerden.

Der Autor, der sich als ernsten Menschen bezeichnet, der gerne lacht, macht uns aber die unliebsamen Seiten des Älterwerdens durchaus schmackhaft, denn es kann ihnen sowieso keiner entkommen. Er sagt, dass der Humor ihn oft vor dem Schlimmsten gerettet habe. Der Autor liebt nicht nur die Gedichte Homers, sonder schätzt auch Wilhelm Busch, Erich Kästner, Eugen Roth, Joachim Ringelnatz und Kurt Tucholski. Gelernt hat er auch von diesen Meistern der Reimkunst, das spürt man auf jeder Seite seines Buches.

Und so habe ich das ganze Buch mit wachsendem Vergnügen gelesen, und ich habe es bewundert, wie der Autor nach der Schilderung schlimmer Dinge immer wieder zu den versöhnlichen Aspekten des Alterns gelangt. Als Beispiel sei der Abschluss des Kapitels „Lebensrisiko“, in dem die Gefahren des Lebens beschrieben werden, zitiert:

„Drum iss und trink, sei guten Mutes,
genieß das Leben und tu Gutes.
Vielleicht erreichst Du ganz bequem
das Alter von Methusalem.
Sei nicht so missgelaunt und knurr‘g.
Wie oft setzt sich das Leben durch!
Gibt‘s nicht gewisses Risiko,
wärst du des Lebens auch nicht froh
und würdst, zur Freude deiner Erben,
verfrüht an Langeweile sterben.“

Ein anregendes und unterhaltsames Buch über das Älterwerden, dass auch jüngeren Lesern viel geben kann!

Dr. Beate Forsbach

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Feb 25

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Margot Käßmann:
In der Mitte des Lebens
160 Seiten, ISBN 978-3-451-30201-5
Herder Verlag 2009

“50 - und definitiv zu alt für faule Kompromisse. Die Frage ist: Was war bis hierher? Und: Was habe ich noch vor?” so heißt es auf der Verlagsseite zu diesem Buch. Margot Käßmann war seit 1999 Landesbischöfin, erkrankte 2006 an Krebs, ließ sich nach 26-jähriger Ehe scheiden. Sie hat vier Töchter, und ihre Karriere wurde gekrönt von der Übernahme des Ratsvorsitzes der Evangelischen Kirche im Oktober 2009. Sie hat viele Höhen und Tiefen erlebt und bewältigt. Gestern trat sie von allen Kirchenämtern zurück, nachdem sie alkoholisiert Auto gefahren  und beim Überfahren einer roten Ampel erwischt worden war.

Margot Käßmann blickt in ihrem Buch mit Gelassenheit und Leidenschaft auf ihr bisheriges Leben, sie schildert die harte und ebenso schöne Wirklichkeit. Sie nimmt zu allen Themen Stellung, die sich in der Mitte des Lebens als relevant erweisen: Jugendlichkeit und Älterwerden, Familie, Freundschaft und Alleinsein, Schönheit und Scheitern, Krankheit und Glück, Grenzen und Kraftquellen, Routine und Veränderung.

Insbesondere das Kapitel über ihre Erkrankung wirkt sehr authentisch. Es ist persönlich geschrieben und spricht den Leser unmittelbar an. Sie schreibt:
“Ich selbst habe Glück empfunden nach der Krebserkrankung. Dieses Gefühl: Ich bin noch am Leben! Die Dankbarkeit, bewahrt worden zu sein, die war groß.”

Und weiter:
“Heute habe ich die Balance wiedergefunden. Es hat ein paar Jahre gedauert, aber ich könnte heute wieder von mir sagen, dass ich glücklich bin. Auch das ist eine Erfahrung in der Mitte des Lebens: Du gehst durch tiefe Täler, aber du musst nicht unten bleiben, sondern du findest wieder einen Hügel, von dem aus du einen freien Blick über das Land hast.”

Hier beschreibt sie ihre Lebensphilosophie, die ihr auch in der augenblicklichen Krise helfen wird, bald wieder glücklich zu leben. Sie vermittelt Zuversicht und die Gewissheit, dass es jenseits der 50 für jeden möglich ist, ein selbst bestimmtes Leben voller Sinn und Glück zu führen. Ihre Lebenskunst basiert auf einem tiefen Glauben, der auch gestern in ihrer Rücktrittserklärung wieder deutlich wurde. Dort schloss sie mit den Worten:

“Zuallerletzt: Ich weiß aus vorangegangenen Krisen: Du kannst nie tiefer fallen als in Gottes Hand, und für diese Glaubensüberzeugung bin ich auch heute dankbar.”

Das Buch gibt seinen Lesern, ganz besonders den Leserinnen in der zweiten Lebenshälfte viel Inspiration für ein gutes und glückliches Leben. Es vermittelt die Botschaft, dass man voller Kraft und Zuversicht älter werden kann, wenn man den Mut hat, sein Leben ohne faule Kompromisse, mit Rückgrat und Achtung vor sich selbst zu führen.

Unbedingt empfehlenswert!

Dr. Beate Forsbach

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Jan 27

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Kay Pollak:
Für die Freude entscheiden
Gebrauchsanweisung für ein glücklicheres Leben
224 Seiten, ISBN 978-3-517-08388-9
Südwest Verlag 2008

„Vielleicht war ich es selbst, der dieses Buch am dringendsten benötigte“ - das schreibt der schwedische Regisseur und Autor Kay Pollak, der bei uns vor allem durch seinen erfolgreichen Film „Wie im Himmel“ bekannt wurde, im Vorwort seines Buches. Seine Zusammenarbeit mit anderen Menschen war allzu oft von persönlichen Problemen und Konflikten geprägt. Meist gab er „den anderen“ die Schuld und war unglücklich darüber.

In seinem neuen Buch „Für die Freude entscheiden“ erfährt der Leser, dass seine Möglichkeiten, Frieden, Freude und Glück zu empfinden, eine Wahl sind, die er selber beeinflussen kann. Mit vielen persönlichen Beispielen zeigt uns der Autor im ersten Teil, dass es die eigenen Gedanken sind, die unser Leben bestimmen und gestalten. Und wir erfahren auch die einfache Wahrheit, dass wir nur unsere Gedanken ändern müssen, um glücklicher leben zu können.

In den weiteren Teilen des Buches erfährt man einiges über Projektionen, mit denen man häufig die Schuld auf andere schiebt. Weiter geht es darum, die eigene Größe zu erkennen, mit Verachtung und Mobbing umzugehen und schließlich das Verzeihen zu lernen. Pollak sagt: „Es gibt zwei große Kräfte. Die eine ist Angst. Die andere ist die Abwesenheit von Angst, also Liebe. Angst und Liebe sind unvereinbare Gefühle. Sie können nicht gleichzeitig erlebt werden.” Deshalb müssen wir lernen, die Angst zu überwinden, damit sich die Liebe entfalten kann.

Das Buch ist angenehm und unterhaltsam zu lesen, es ist interessant und bietet dem Leser eine Menge Überraschungen. Man ist manchmal verblüfft und sagt sich: Ja, so ist es! Tatsächlich scheint man vieles, was Kay Pollak schreibt, schon zu kennen. Alle Gedanken sind einfach und klar formuliert, die Kernsätze fett gedruckt, das Buch ist wirklich sehr leicht zu lesen. Man kann darin immer wieder nachschlagen, und so wird es den Alltag jeden Lesers, ja sogar sein ganzes Leben, grundlegend verändern.

Anhand vieler Beispiele vermittelt der Autor seine Überzeugungen und macht es dem Leser leicht, diese „Gebrauchsanweisung für ein glücklicheres Leben” auf seine eigene Situation anzuwenden. Er zeigt, dass es an uns selber liegt, die Opferrolle abzulegen und selbst die Verantwortung und damit die Regie für das eigene Leben zu übernehmen.

Ein interessantes Buch, das seinen Lesern Mut macht, neue Wege zu einem glücklichen Leben zu finden.

Dr. Beate Forsbach

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Jan 09

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Jane Kennedy:
Das Okinawa-Prinzip
Gesund bleiben, länger leben
160 Seiten, ISBN 9783466345427
Koesel Verlag 2009

Wer hat sich nicht schon einmal überlegt, wie es wäre, 100 Jahre alt zu werden? Wir bewundern die Achtzig-, Neunzig- und Hundertjährigen, die einigermaßen fit älter werden. Gleichzeitig möchten wir aber nicht so alt werden wie diejenigen, deren letzte Jahre oder sogar Jahrzehnte von Krankheit und Hinfälligkeit gezeichnet sind, die vielleicht die letzten Jahre ihres Lebens in Pflegeheimen zubringen müssen.

In ihrem neuen Buch „Das Okinawa-Prinzip“ beschreibt die amerikanische Journalistin und Buchautorin Jane Kennedy, wie man länger leben und gleichzeitig gesund bleiben kann. Sie hat sich für gesunde Ernährung interessiert und herausgefunden, dass vor allem in Japan die Menschen bis ins hohe Alter ihrer Gesundheit erfreuen, und dabei häufig ein beeindruckendes Alter erreichen. Die meisten (Über-)Hundertjährigen leben auf der Insel Okinawa im Süden Japans. Dort sind von 100000 Einwohnern rund 40 mindestens 100 und mehr Jahre alt.

Das Geheimnis der Menschen von Okinawa ist inzwischen auch wissenschaftlich erforscht worden. Jane Kennedy stellt uns die vier einfachen Prinzipien vor, die dieses Wunder des langen Lebens ausmachen: Neben einer gesunden Ernährung sind es genügend Schlaf, ausreichende, aber maßvolle Bewegung und gute soziale Kontakte, die die Menschen auf der Insel Okinawa so alt werden lassen.

Das Buch ist sehr unterhaltsam und anregend zu lesen, weil die Autorin uns die vier Prinzipien lebendig schildert, außerdem aber auch verrät, wie wir das Okinawa-Prinzip in unsere westliche Lebensweise integrieren können. Der Leser bekommt viele nützliche Tipps für den Alltag und auch viele Kochrezepte, die er mit den in Deutschland erhältliche Zutaten selber zubereiten kann.

Das Ganze ist so spannend und motivierend geschrieben, dass man Lust bekommt, sofort mit der neuen Lebensweise anzufangen. Und welcher Zeitpunkt eignet sich dafür besser als der Beginn eines neuen Jahres und eines neuen Jahrzehnts? Ich kenne die anderen Bücher über das Okinawa-Phänomen nicht, aber kann Ihnen dieses Buch wärmstens empfehlen. Es hat mich überzeugt und zu einer neuen Lebensweise angestiftet.

Dr. Beate Forsbach

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