
Henryk Kaletka:
Gedichte
100 Seiten, 17×17 cm,mit vielen Farbfotos
ISBN 978-3-8423-4791-5
Books on Demand 2011
“Das Buch zeigt meine innere Welt, es ist bunt und manchmal traurig, aber immer den Menschen nahe. Jeder Mensch soll darin etwas Interessantes finden.
Das Buch spricht von der Liebe zu anderen Menschen, von der Heimat, von der Natur, von den Ängsten der Menschen und deren Vergehen, vom Schicksal.”
Henryk Kaletka ist 1942 in Rudnik bei Ratibor geboren. Von Beruf ist er Ingenieur. Er hat 30 Jahre lang in der Kohlengrube gearbeitet. Jetzt wirkt er an der Senioren-Universität in Rybnik, Polen.
Geleitwort
Den Autor dieses Gedichtbandes lernte ich im Sommer 2009 im Internetforum „Seniorentreff“ kennen. Henryk Kaletka hatte sich dort angemeldet, um seine deutschen Sprachkenntnisse zu verbessern. Denn er war zwar 1942 in Deutschland geboren worden, hatte aber ohne seine Schuld im Krieg seine Heimat verloren. Sie ist ihm immer im Herzen geblieben und so schrieb er auf seiner Homepage im Seniorentreff: „Seit 5 Jahren lerne ich Deutsch. Ich liebe Deutschland.“ Als Hobby gab er die Lehre der deutschen Sprache an, außerdem mag er Mathematik und die Philosophie. Insbesondere Kant wurde immer wieder von ihm erwähnt.
Mein erster Kontakt mit Henryk Kaletka fand genau zu der Zeit statt, als mein Mann im Krankenhaus war. Jeden Morgen fand ich eine winzige Nachricht in meinem Postfach. Zwar wollte Henryk die deutsche Sprache üben, aber es waren ganz liebenswürdige Nachrichten, die ich da bekam, und in denen er meinem Mann immer wieder eine gute Besserung wünschte. Dieser unbekannte Mann aus Polen, ehemals Schlesien, schickte kleine humane Botschaften der Ermutigung, der Hoffnung und des Glaubens.
„Sie können sich gar nicht vorstellen, wie schwer das für mich war“, sagte er später einmal. Henryk war niemals beleidigt, wenn man ihm seine Fehler mitteilte, es war gerade so, als wartete er nur darauf. Er bekam viel Unterstützung, lernte immer mehr und fand bald den Mut, eigene Gedichte in deutscher Sprache zu veröffentlichen. Die Resonanz war sehr freundlich, und immer wieder fanden sich nette Menschen, die ihm Vorschläge zur sprachlichen Verbesserung seiner Gedichte machten. Sein Gedicht „Weltenduft“ hatte er meinem Mann gewidmet, es wurde 2010 in meinem Buch „Leben allein genügt nicht“ veröffentlicht.
Henryk Kaletka bekam Freude am Veröffentlichen, bat mich immer wieder, einen Gedichtband des Seniorentreff zu publizieren. Seine Gedichte im Blog des Seniorentreffs fanden zunehmend Anklang. Ich erfuhr, dass er den Dichter Joseph von Eichendorff sehr mag, der 1788 auf Schloss Lubowitz bei Ratibor in Oberschlesien geboren worden war – nur 5 km von Henryks Geburtsort Rudnik entfernt.
Besonders gerne las ich seine philosophischen Gedichte über das Leben, das so schwer und kurz ist, wie er sagt. Aber er macht viel aus seinem Leben. Zum Dank, dass er an der Senioren-Universität in Rybnik die Grundlagen der deutschen Sprache lernen konnte, arbeitet er dort jetzt kostenlos für andere Menschen.
Ein Höhepunkt in Henryks Leben war sicherlich seine Deutschlandreise im Juni 2010, die in u. a. in die Eifel, an die Mosel und nach Köln führte, wo er endlich seinen geliebten Kölner Dom sehen konnte. Viele schöne Fotos hat Henryk von dieser Reise mitgebracht, ein kleiner Teil davon ist in diesem Gedichtband zu sehen.
Dieses erste Buch von Henryk Kaletka ist auch ein Triumph des Mutes, unter großen Schwierigkeiten ein eigenes kreatives Produkt zu gestalten. Es beweist, dass es möglich ist, seine Träume zu verwirklichen, wenn man nur ganz fest daran glaubt und sein Ziel niemals aus den Augen verliert. Und es zeigt, dass auch ein älterer Mensch noch sehr aktiv sein kann, denn seine Seele ist immer jung.
Mir hat es große Freude bereitet, dieses Buch zusammen mit Henryk Kaletka zu gestalten. Ich wünsche ihm alles Gute und für sein Buch einen großen Erfolg, möge es viele Leser finden!
Dr. Beate Forsbach
Neujellingsdorf/Fehmarn, im Januar 2011
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