Jul 23

Beate Forsbach:
Fächerübergreifender Musikunterricht
Konzeption und Modelle für die Unterrichtspraxis
Forum Musikpädagogik Bd. 77
268 Seiten, ISBN 978-3-89639-549-8
Wissner Verlag Augsburg 2008

Rezension von Arthur Thömmes, lehrerbibliothek.de:
“Leider ist es immer noch die Regel, dass Lehrerinnen und Lehrer das Fach, das sie unterrichten, für das Wichtigste halten und nicht bereit sind, über die Grenzen des eigenen Faches zu blicken. Dabei bietet der fächerübergreifende Unterricht die große Chance, Problemstellungen nicht nur aus der Sicht eines Fachgebietes, sondern in ihrer Vielschichtigkeit zu betrachten. Und nicht nur fachlich, sonderna uch methodisch besteht die Möglichkeit deskooperativen Suchens nach Lösungen. Beate Forsbach praktiziert diese Idee des fächerübergreifenden Unterrichts seit vielen Jahren und bietet dem Leser im vorliegenden Buch einen Einblick in den fächerübergreifenden Musikunterricht. Neben der grundlegenden Einführung in die Konzeption (Arbeitsdefinition, Merkmale, Absichten, Ziele, Organisationsformen etc.) ist das Buch aber vor allem eine Fundgrube für die Praxis. Die Autorin entfaltet den Ansatz anschaulich und konkret an einer Viezahl von Beispielen und Themen (Klanggeschichten, Liedermachen, Musik und Gewalt, Musical, Jazz-Geschichten u.a.). Die vorgestellten Unterrichtsmodell und Projekte machen Lust, neue Wege zu wagen. Voraussetzung ist natürlich, dass Lehrer und Schüler bereit sind, den Weg des gemeinsamen Forschens zu gehen und Abschied zu nehmen von festgefahrenen Rollenbildern und lehrerzentrierten Methoden. Weiterführende Informationen und Materialien sind auf der Webseite zum Buch erhältlich: www.faecherübergreifender-musikunterricht.de.”

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Jun 30

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Joachim-Ernst Berendt:
Das Leben - Ein Klang
Wege zwischen Jazz und Nada Brahma
509 Seiten, ISBN 9783933825667
Traumzeit Verlag 2007

Berendts Autobiographie wird hier in einer liebevoll gestalteten Ausgabe von dem engagierten Traumzeit-Verlag neu aufgelegt. Der Verlag und die Bücher seines Inhabers David Lindner sind geprägt von Joachim-Ernst Berendt. David Lindern sagt: „Wie kaum ein anderer Autor hat mich Berendt deutlich darin geprägt, persönlich zu formulieren und Wahrheiten immer als die eigenen zu darzustellen und nicht so zu tun, als würden sie für alle gelten. Und mit diesem Stil mußte Joachim (immerhin kommt er ja auch aus einer Generation, die Offenheit, Selbstzweifel, wildes Philosophieren und Probieren sowie neue Weltsichten nicht selten als ernste Bedrohung empfunden haben) erfahren, wie er böse böse und über alle Maßen unter die Gürtelline gehende Kritiken erntete - während er gleichzeitig tausende von Leserinnen und Leser beGEISTerte und inspirierte.“

Während das Jazzbuch von Joachim-Ernst Berendt immer schon eine wichtige Grundlage und Informationsquelle für den Musikunterricht war, ist Berendts Autobiographie eher für den jazzbegeisterten Musiklehrer geeignet. Sie besticht durch ihre schonungslose und großzügige Offenheit, die dem Leser Einblick in das Leben und Denken eines Vor- und Querdenkers gewährt. Er erzählt von seinen Begegnungen mit den Großen des Jazz, ebenso wie von Liebe, Sex und Drogen, von Rebellion und von seiner intensiven Beschäftigung mit dem, was hinter den äußeren Dingen liegt.

Die schön gestaltete Hardcover-Ausgabe der Autobiographie ist eine Bereicherung für jeden Jazzfan.

Dr. Beate Forsbach

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