Aug 17

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Rolf Zuckowski:
Rolfs TOP 100
Die Hitparade eurer Lieblingslieder, ermittelt in 225 Wunschkonzerten
Liederbuch
254 Seiten, ISBN 9783935196819
Sikorski 2007

Den Liedermacher Rolf Zuckowski braucht man eigentlich nicht mehr vorzustellen. Eine ganze Generation ist mit seinen Liedern groß geworden, und auch deren Kinder singen und hören jetzt die Lieder. Die vorliegende Sammlung „Rolfs TOP 100“ ist das Ergebnis einer Wunschkonzerttournee vom Ende des Jahres 2006. „Sing mit mir Dein Lieblingslied“ hieß es, und in 225 Konzerten wurden die vorliegenden 100 Lieder ermittelt. Und so braucht man jetzt nicht mehr lange zu suchen, wenn man eines dieser lebensbejahenden, schönen Kinderlieder singen oder hören möchte.

Auch für Erwachsene sind die Lieder immer wieder ein schöner Anlass zum Singen. So habe ich auf mancher Geburtstagsfeier alle Gäste mit dem Lied „Wie schön, dass du geboren bist“ zum Singen gebracht – auch die, die eigentlich nie singen (wollten). „Lieder, die wie Brücken sind“ sang ich oft am Ende meiner Konzerte mit allen Beteiligten und dem Publikum. Das war dann ein toller Chor! Das Geheimnis der Lieder von Rolf Zuckowski ist, dass die Melodien eingängig und leicht zu singen sind, und dass sich jeder mit den Texten identifizieren kann. Sie schildern das Leben in seinen schönsten Facetten. Und sie strahlen einen großen Optimismus aus, der jedem, nicht nur den Kindern und ihren Eltern, gut tut!

Als Musiklehrerin an einem Gymnasium habe ich viele der Lieder mit Klassen oder dem Chor gesungen und aufgeführt. Ich bin glücklich, sie hier in einer schönen Sammlung von CDs und Liederbuch wieder bekommen zu haben! Mit vielen Liedern verbinde ich schöne Erinnerungen und Erlebnisse.

Die CD-Kassette ist liebevoll gestaltet – mit Textbuch und 5 CDs in Papphüllen. Das zugehörige Liederbuch ist eine wahre Fundgrube, denn es enthält nicht nur die Texte und Melodien, sondern auch die Gitarrengriffe zu den Liedern. Diese Sammlung dürfte eine große Motivation zum Singen sein – nicht nur in den Familien, wo die Lieder von Rolf Zuckowski seit jeher bekannt sind, sondern vor allem auch in den Schulen. Denn oft wird beklagt, dass nicht mehr gesungen wird. Diese Sammlung ermöglicht es jedem Lehrer, mit seiner Klasse zu singen, auch wenn er nicht Musik studiert hat.

Übrigens finden sich auf der Homepage www.musik-fuer-dich.de sämtliche Liedertexte als pdf-Dateien sowie Hörproben – einfacher kann man nicht an Materialien für den Unterricht kommen.

Sehr empfehlenswert für die Grundschule und alle Schulformen der Sekundarstufe I, aber auch für jeden Lehrer und seine Kinder.

Dr. Beate Forsbach

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Aug 12

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Claudia Nentwich:
Liederfänger
Wege zum Songwriter
205 Seiten, ISBN 9783833465086
Books on Demand 2007

Wer schon einmal selbst oder mit Schülern im Unterricht Lieder schreiben wollte, kennt die Frage, wie das denn wohl geht. Muss man sich erst Informationen aus verschiedensten Quellen zusammensuchen, oder legt man einfach los mit dem Texten und Komponieren?

Claudia Nentwich betreibt seit 1999 das Songwriting Forum Berlin (http://www.songwritingforum.de), auf dem man auch für den Unterricht viele nützliche Informationen zum Liedermachen finden kann. Sie schreibt selbst Songs und arbeitet als Songwriting- und Gesangscoach. Mit ihrem Buch „Liederfänger – Wege zum Sonwriter“ hat sie eine Lücke in der deutschsprachigen Literatur geschlossen. Es enthält Interviews mit zehn Songwritern, und dabei erfährt man nicht nur viel Interessantes über diese Künstler, sondern auch über das Songwriting an sich. Dabei laufen die Interviews nicht nach einem einheitlichen Schema ab, sondern sind ganz auf den jeweiligen Liedermacher zugeschnitten.

Das Buch ist lebendig und unterhaltsam geschrieben, aber auch informativ und lehrreich. Es begeistert den Leser, macht Freude und fördert Kreativität. Und natürlich ist es auch für den Gebrauch im Musikunterricht bestens geeignet.

Unbedingt zu empfehlen!

In meinem Buch „Fächerübergreifender Musikunterricht“ (Forsbach 2008) gibt es übrigens ein Kapitel „Liedermachen“, in dem ein entsprechendes Unterrichtsprojekt dargestellt wird.

Dr. Beate Forsbach

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Jul 23

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Gerhard Faulstich:
Singen lehren - Singen lernen
Grundlagen für die Praxis des Gesangunterrichtes
Forum Musikpädagogik Band 24
152 Seiten, ISBN 978-3-89639-149-0
5., verbesserte Auflage
Wißner Verlag 2006

Singen ist heutzutage „in“, zumindest seit die Medien immer wieder betonen, dass Singen glücklich und gesund macht. Mehrere Initiativen haben sich inzwischen gebildet, um das Singen zu fördern, es gibt Workshops und Singgruppen, auch Sing-Urlaub wird inzwischen angeboten.

So ist es nicht verwunderlich, dass das 1997 erschienene Buch „Singen lehren – singen lernen“ von Gerhard Faulstich in nunmehr 5. Auflage immer noch einen reißenden Absatz findet. Der erfahrene und erfolgreiche Sänger und Professor für Gesang und Gesanglehrerausbildung an der Hochschule für Musik und Theater in Hannover hat auf nur 152 Seiten alle wichtigen Grundlagen für die Praxis des Gesangunterrichtes übersichtlich dargestellt. Die Besonderheit dieses Buches liegt darin, fundierte Informationen über die Stimme, Atmung und Tongebung bereit zu stellen, sowie grundlegende Prinzipien für die Inhalte des Gesangunterrichts und für die Formen der Vermittlung aufzuzeigen.

Wer in dem systematisch aufgebauten Buch eine detaillierte Gesangsschule erwartet, wird enttäuscht. Auch eignet sich das Buch nicht für den Selbstunterricht von Laien. Der Autor unterscheidet deutlich zwischen der Rolle des Sängers und des Gesanglehrers, denn ein hervorragender Sänger ist nicht gleichzeitig ein guter Gesanglehrer. Dieser ist natürlich zunächst auch Sänger, sollte aber darüber hinaus ein umfangreiches Wissen über die funktionalen Zusammenhänge des Singens und seiner Vermittlung haben.

Dieses Wissen wird in dem vorliegenden Buch gründlich vermittelt, wobei die hervorragenden Grafiken und beschrifteten Abbildungen den Text gut auflockern und veranschaulichen. Vom Lehrer wird erwartet, dass er sich individuell auf jeden Schüler einstellt. Daher kann es keine Übungen geben, die für jeden geeignet sind. Vielmehr muss der Lehrer seine Fähigkeit zum physiologischen Hören, Sehen und Fühlen entwickeln und ausbilden, um die individuellen Eigenarten des Stimmklangs analysieren zu können. Auf der Basis seines erworbenen Wissens wird er dann die jeweils angemessene Unterrichtsmethode finden können.

Die Kombination von systematisiertem Wissen und der Anleitung zu einer individuellen Unterrichtsmethode ist offensichtlich das Erfolgsrezept dieses interessant geschriebenen Buches, das schon längst zu einem Standardwerk der Gesangliteratur geworden ist. Es ist unbedingt empfehlenswert für jeden Gesanglehrer in Praxis und Ausbildung, darüber hinaus aber auch für jeden am Gesang und an der Stimme interessierten Leser.

Dr. Beate Forsbach

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Jul 23

Beate Forsbach:
Fächerübergreifender Musikunterricht
Konzeption und Modelle für die Unterrichtspraxis
Forum Musikpädagogik Bd. 77
268 Seiten, ISBN 978-3-89639-549-8
Wissner Verlag Augsburg 2008

Rezension von Arthur Thömmes, lehrerbibliothek.de:
“Leider ist es immer noch die Regel, dass Lehrerinnen und Lehrer das Fach, das sie unterrichten, für das Wichtigste halten und nicht bereit sind, über die Grenzen des eigenen Faches zu blicken. Dabei bietet der fächerübergreifende Unterricht die große Chance, Problemstellungen nicht nur aus der Sicht eines Fachgebietes, sondern in ihrer Vielschichtigkeit zu betrachten. Und nicht nur fachlich, sonderna uch methodisch besteht die Möglichkeit deskooperativen Suchens nach Lösungen. Beate Forsbach praktiziert diese Idee des fächerübergreifenden Unterrichts seit vielen Jahren und bietet dem Leser im vorliegenden Buch einen Einblick in den fächerübergreifenden Musikunterricht. Neben der grundlegenden Einführung in die Konzeption (Arbeitsdefinition, Merkmale, Absichten, Ziele, Organisationsformen etc.) ist das Buch aber vor allem eine Fundgrube für die Praxis. Die Autorin entfaltet den Ansatz anschaulich und konkret an einer Viezahl von Beispielen und Themen (Klanggeschichten, Liedermachen, Musik und Gewalt, Musical, Jazz-Geschichten u.a.). Die vorgestellten Unterrichtsmodell und Projekte machen Lust, neue Wege zu wagen. Voraussetzung ist natürlich, dass Lehrer und Schüler bereit sind, den Weg des gemeinsamen Forschens zu gehen und Abschied zu nehmen von festgefahrenen Rollenbildern und lehrerzentrierten Methoden. Weiterführende Informationen und Materialien sind auf der Webseite zum Buch erhältlich: www.faecherübergreifender-musikunterricht.de.”

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Jul 21

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Susanne Amberg Schneeweis:
Singen macht glücklich
Atem - Körper - Stimme
404 Seiten, ISBN 9783902061096
Beiheft “Praxisbüchlein” mit Liedern
edition neue wege 2006

Singen kommt zu kurz in Schulen, Kindergärten und in den Familien. Es muss unbedingt wieder gefördert werden. So könnte man den Tenor vieler Veranstaltungen der Bundesschulmusikwoche zum Thema „Stimme(n) …“ 2006 in Würzburg zusammen fassen. Aber in den Medien ist Singen inzwischen ein Thema, denn „Singen macht glücklich und gesund“, wie es in vielen Veröffentlichungen heißt. Mehrere Initiativen haben sich inzwischen gebildet, um das Singen zu fördern, es gibt Workshops und Singgruppen, auch Sing-Urlaub wird inzwischen angeboten.

Susanne Amberg Schneeweiss hat in einem außergewöhnlichen Buch ihre praktischen Erfahrungen aus langen Jahren des Singens und des Gesangunterrichts veröffentlicht. Ihr Ziel ist es, dass der Leser über das Singen, das glücklich macht, zum Lebensvertrauen findet. Und so ist dieses Buch wesentlich mehr als ein Kompendium des Wissens über Atem, Körper und Stimme. Wie schon in ihren ersten beiden Büchern „Stimmbildung und Sprecherziehung durch bewußtes Atmen“ (1998) und „Wege zur Balance. Atmung – Bewegung – Stimme“ (1996) geht es ihr nicht nur um die Ausbildung der Stimme als Mittel zur Verständigung und als Instrument. Sie sieht vielmehr die Arbeit an der Stimme als Schlüssel zur Entwicklung der Persönlichkeit.

Nach grundlegenden Informationen über den Körper als Energiequelle erfährt man alles über das richtige Atmen und bekommt wesentliche Anleitungen zum Singen. Ein 7-Stufen-Erfolgsplan zum Mentaltraining soll dem Leser helfen, seine Begeisterungsfähigkeit zu entwickeln und sie erfolgreich in der Praxis anzuwenden. Nach einem Kapitel über die Energiekreisläufe geht es dann um die Lebensqualität. Das abschließende siebte Kapitel „Mensch werde wesentlich“ spannt dann den Bogen, durch und über das Singen das Glück der Liebe zu erfahren und den Glauben an das Leben zu festigen.

Das Buch begeistert den Leser, denn es geht weit über eine einfache „Gesangslehre“ hinaus, sondern verdeutlicht die Bedeutung des Singens für den ganzen Menschen. Es ist verständlich geschrieben und spannend zu lesen, vor allem durch die vielen Zitate, Sprüche und Gedichte. Für die praktische Arbeit mit der Stimme gibt es ein gut durchdachtes Trainingsprogramm mit zahlreichen Übungen und passenden Liedern. Auf jeder Seite des Buches spürt man die große Erfahrung, aber vor allem auch die große Begeisterung der Autorin für ihr Metier. Es bleibt zu wünschen, dass ein wenig von dieser Begeisterung für das Singen demnächst auch in den Schulen zu finden sein wird.

Das Buch ist (auch) für Musiklehrer bestens geeignet und unbedingt zu empfehlen!

Dr. Beate Forsbach

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