Aug 14

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Barbara Götz:
Wolken sind auch Himmel
Roman
202 Seiten, ISBN 978-3-941139-83-1
Telescope Verlag 2010

Kann man sich noch einmal verlieben, wenn man schon fast 70 ist? Darf man einen neuen Partner suchen, nachdem der geliebte Partner nach jahrzehntelanger Ehe verstorben ist? Was sagen die erwachsenen Kinder dazu, die ihre eigenen Probleme haben und Oma oder Opa fest für die Betreuung der Enkel eingeplant haben?

Diese Fragen stellen sich viele Senioren. Barbara Götz, selbst schon im Seniorenalter, hat einen heiteren und besinnlichen Roman geschrieben, in dem diese Fragen  gestellt und beantwortet werden. Die Hauptfiguren Nadin und Johannes begegnen sich, verlieben sich ineinander und finden schließlich zusammen.

Fröhlich meistern sie die auftretenden Hindernisse, erleben vor allem viel Schönes miteinander. Sie kümmern sich dazu noch um die Probleme ihrer Freunde und der erwachsenen Kinder. Zum guten Schluss haben sich alle Probleme gelöst und es gibt ein mehrfaches Happy-End.

Ein leicht zu lesender und unterhaltsamer Roman für verregnete Sommertage!

Dr. Beate Forsbach
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Apr 03

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Beate Forsbach:
Leben allein genügt nicht
Von der Kunst des Älterwerdens
192 Seiten, Paperback, Format 22 x 17 cm
mit zahlreichen farbigen Fotos
ISBN 978-3-8391-3864-9
BOD 2010

Mein neues Buch “Leben allein genügt nicht - Von der Kunst des Älterwerdens” ist am 11. März 2010 erschienen.

Klappentext:

Mit ihrem Buch „Leben ist mehr – Lebenskunst lernen beim Älterwerden“ begeisterte Beate Forsbach viele Leser. Nicht nur Senioren, auch viele jüngere Menschen beschäftigen sich mit dem Älterwerden. Denn das betrifft ja jeden Menschen in jedem Moment seines Lebens.

Beate Forsbach zeigt, wie wir die Kunst des Älterwerdens erlernen und in unserem Leben anwenden können. Sie erzählt von alltäglichen Begebenheiten aus dem Zusammenleben mit ihrem Mann Hans Christian und leitet daraus Wegweiser für das Älterwerden ab.

Ihre Geschichten sind jetzt und hier entstanden. Sie handeln von Veränderungen und Überraschungen, vom Abschied und Loslassen, von Liebe und Freundschaft, von Angst und Hoffnung, von Stress, Krankheit und Heilung, aber auch von Optimismus, Glück und Lebensfreude. Sie zeigen uns, dass auch wir in unserem Leben jeden Tag das ganz persönliche Glück erfahren können.

Sprüche, Gedichte und Texte anderer Autoren sowie Rezensionen ausgewählter Bücher geben dem Leser kleine und große Denkanstöße. Zahlreiche farbige Fotos lenken den Blick auf die Schönheiten in unserem alltäglichen Leben.

„Leben allein genügt nicht“, sagte der Schmetterling,
„Sonnenschein, Freiheit und eine kleine Blume muss man haben.“

(Hans Christian Andersen, 1805-1875)

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Mrz 22

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Christoph Hartlieb:
Wer älter wird …
80 Seiten, ISBN 978-3940490698
Deutsche Literaturgesellschaft 2010

„Dieses Buch enthält nicht die streng wissenschaftlichen Forschungsergebnisse eines Professors der Gerontologie, sondern Beobachtungen eines Beteiligten, in verschiedenen Situationen und damit auch aus verschiedenen Stimmungen heraus.” Das schreibt der Autor, ehemalige Oberstudienrat und Pfarrer Christoph Hartlieb, Jahrgang 1934, im Vorwort zu seinem neuen Buch.

„Wer älter wird …” - so beginnt jedes der 20 Kapitel in Reimform, in denen Christoph Hartlieb authentisch beschreibt, wie es ihm beim Älterwerden ergangen ist. Mal heiter, mal eher besinnlich und nachdenklich, so nimmt er sich viele wichtige Themen vor: Ob es um das Altern allgemein geht, um Beschwerden und Jammern, um die Vergesslichkeit, um Sex, um Brillen, Gebisse und andere Ersatzteile, oder aber um Aspekte der Lebensphilosophie wie Fragen und Widersprüche, Umwege, Trennungen, die Zeit oder das Lebensrisiko - immer liest man die Betrachtungen des Autors einerseits mit Vergnügen, andererseits aber mit ein wenig Schrecken vor den realistisch dargestellten Problemen beim Altwerden.

Der Autor, der sich als ernsten Menschen bezeichnet, der gerne lacht, macht uns aber die unliebsamen Seiten des Älterwerdens durchaus schmackhaft, denn es kann ihnen sowieso keiner entkommen. Er sagt, dass der Humor ihn oft vor dem Schlimmsten gerettet habe. Der Autor liebt nicht nur die Gedichte Homers, sonder schätzt auch Wilhelm Busch, Erich Kästner, Eugen Roth, Joachim Ringelnatz und Kurt Tucholski. Gelernt hat er auch von diesen Meistern der Reimkunst, das spürt man auf jeder Seite seines Buches.

Und so habe ich das ganze Buch mit wachsendem Vergnügen gelesen, und ich habe es bewundert, wie der Autor nach der Schilderung schlimmer Dinge immer wieder zu den versöhnlichen Aspekten des Alterns gelangt. Als Beispiel sei der Abschluss des Kapitels „Lebensrisiko“, in dem die Gefahren des Lebens beschrieben werden, zitiert:

„Drum iss und trink, sei guten Mutes,
genieß das Leben und tu Gutes.
Vielleicht erreichst Du ganz bequem
das Alter von Methusalem.
Sei nicht so missgelaunt und knurr‘g.
Wie oft setzt sich das Leben durch!
Gibt‘s nicht gewisses Risiko,
wärst du des Lebens auch nicht froh
und würdst, zur Freude deiner Erben,
verfrüht an Langeweile sterben.“

Ein anregendes und unterhaltsames Buch über das Älterwerden, dass auch jüngeren Lesern viel geben kann!

Dr. Beate Forsbach

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Jul 01

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Karl Guido Rey:
Ich bin alt geworden
Vom Geheimnis meiner Verwandlungen
176 Seiten, ISBN: 9783466368556
Kösel Verlag 2009

„Im Alter noch einen Sinn zu spüren, macht glücklich - auch wenn die Glieder manchmal ächzen und der Kreislauf aus dem Rhythmus gerät.“ Das schreibt der Autor und Psychotherapeut Karl Guido Rey, Jahrgang 1930, in seinem neuen Buch. Hier geht es nicht darum zu zeigen, wie fit man noch ist und was man noch alles kann, wie in manchen Büchern der Kategorie „Endlich 70“, wo das unterhaltsame Leben der „Jungen Alten“ propagiert wird.

Karl Guido Rey schreibt sehr authentisch, wie es ihm beim Altwerden gegangen ist. Er ist seit 18 Jahren Witwer und hat viel Kummer und Schmerz erfahren, nicht nur beim Verlust seiner geliebten Frau, sondern auch beim Verlust seiner eigenen Jugendlichkeit. Er beschreibt auch, wie man sich fühlt, wenn es heißt: Dafür sind Sie schon zu alt! Wie schwer es ist, der Liebe einer jungen Frau zu widerstehen. Aber auch, wie schön es ist, mit der Erfahrung eines langen Lebens anderen Menschen helfen zu können.

Ich habe das Buch in einem durch gelesen, es hat mich wirklich begeistert. Karl Guido Rey schreibt sehr lebendig und zieht den Leser in seinen Bann. In kurzen Episoden, altersgerecht groß gedruckt, erfährt man vieles aus seiner Autobiographie, die er als die eines gewöhnlichen Menschen darstellt. Denn jedes Schicksal ist ein außerordentliches und ist deshalb für jeden, dem das Menschliche nahe ist, interessant.

Jeder kann sich irgendwo wieder finden in den Erzählungen: Erlebnisse mit den Kindern und Enkeln, Erinnerungen an die Schulzeit und das Studium, die Zeit der ersten Liebe und der Familiengründung, der berufliche Werdegang, die Zeit der Trauer und des Alleinlebens, Verluste, Krankheiten und Tod - all das beschreibt er aus einer sehr persönlichen Perspektive, aber mit eindrucksvollen Bildern und Metaphern wie z.B. die vom Kamel in der Wüste.

Das Geheimnis der Verwandlungen betrifft schließlich das innere Kind, das viele Menschen beim Älterwerden suchen und manche auch finden: Warum bin ich so geworden, wie ich bin, warum ist mein Leben so verlaufen, was hat mich in meiner Kindheit so geprägt, dass es mein ganzes Leben bestimmt?

Ein höchst anregendes Buch über das Alt Werden, dass auch jedem jüngeren Leser viel geben kann!

Dr. Beate Forsbach

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Jul 14

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Beate Forsbach:
Leben ist mehr
Lebenskunst lernen beim Älterwerden
144 Seiten, ISBN 978-3837041293
Books on Demand 2008

Rezension von Wolfgang Bossinger, Diplom-Musiktherapeut/Psychotherapeut(HPG), Gesangsforscher:

Über die Kostbarkeit des Augenblicks
Mit ihrem lesenswerten Buch “Leben ist mehr” macht Beate Forsbach Mut, das Älterwerden als Chance zu begreifen. In unserer hektischen und schnelllebigen Zeit sind auch älter werdende Menschen immer wieder verführt dazu, dieses Rasen und diese Hetze mitzumachen. Beate Forsbach zeigt jedoch auf, dass es vielmehr darum geht, die Kostbarkeit des Augenblicks zu genießen und die kleinen Glücksmomente des Alltags bewußt auszukosten. Leben ist mehr als Leistung, Stress und Karriere. Forsbach hebt die Wichtigkeit von Langsamkeit und Ruhe hervor, von “Lebenskunst” beim Älterwerden und gibt hierzu viele praktische Anregungen und Tipps. Außerdem erläutert sie kundig, aber auch bodenständig und angemessen kritisch wissenschaftliche Hintergründe und gesundheitsorientierte Ansätze. Besonders gefällt mir an diesem Buch, dass es nicht belehrend, sondern sehr einfühlsam, persönlich aber dennoch hochqualifiziert geschrieben ist. Forsbach schreibt über ein Thema von größter Wichtigkeit in einer Zeit der Oberflächlichkeit, Schnelllebigkeit und eines überzogenen Jugendwahns - sie macht wirklich Mut das Älterwerden zu genießen und auszukosten.

Dr. Claudia Egger aus La Villa, Schuldirektorin in Alta Badia/Südtirol, schrieb am 13. Juli 2008:

“Gestern habe ich das Buch fertig gelesen. Es ist ein persönliches Kunstwerk, das langsamere Atemschwingungen erzeugt und eine deutliche Synchronisation von Herzschlag und Atemfrequenz in Kraft setzt. Dabei rückt deine Vorliebe für Kunst und Musik deutlich hervor , sowie die edle Kraft der Geduld: …
Beim Lesen sind mir die vier klassischen Kardinaltugenden eines Künstlers eingefallen, die uns auf einem Managementkurs vermittelt wurden: Weisheit (prudentia) Tapferkeit (fortitudo), Mäßígung (temperantia) und Gerechtigkeit (iustitia). Die Weisheit überblickt, was sinnvoll und möglich oder sinnlos und unmöglich ist; die Tapferkeit ist in der Lage die Widrigkeiten zu ertragen; die Mäßigung ist die Gelassenheit und die Seelenruhe, sie ist die bevorzugte Ruhe der Stoiker wie Seneca, Epiktet, Marx Aurel, etc. ; die Gerechtigkeit schätzt was man ehrlich von seinen Mitmenschen verlangen kann und was nicht. Ein wahrer Lebenskünstler kann diese Tugenden säen und ernten. …

„Andra moi énnepe, Musa, polytropon, hos mála pollà… (Homer, Odyssee)

Singe mir, Muse, die Taten des vielgewanderten Mannes…“

Stärker noch als die Magie des Wortes, wirkt das Singen positiv auf Körper und Seele aus, und das stärkt das Immunsystem. …

„Ungeduld ist warten in Eile“ (Anonym)

Mir fällt Goethes Schriftsatz ein, der im Jahre 1786 auf seiner Italienreise von Brixen nach Bozen war und er beklagte sich über das Tempo der Postkutschen:

„Die Postillons fuhren, dass einem Hören und Sehen verging, und so Leid es mir tat, diese herrlichen Gegenden mit der entsetztlichen Schnelle und bei Nachtz wie im Fluge zu durchreisen, so freute es mich doch innerlich, dass ein günstiger Wind hinter mir herblies und mich meinen Wünschen zujagte.“ (Goethe).

Was würde der weltberühmte Autor wohl heute schreiben?? Obwohl wir bei höherem Freizeitanteil, schnelleren Verbindungen aller Art (PC, SMS, Videos, etc.) viel mehr erleben können in kürzester Zeit, trotzdem scheint es, als können wir schlechter warten als frühere Generationen.

Leben ist tatsächlich mehr!

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